Während unserer Rundreise durch Japan haben wir auch drei Nächte in Kyoto verbracht. Viele Personen, die ich kenne, fanden Kyoto nicht besonders schön und haben uns deshalb einen Ausflug nach Nara empfohlen. Mir hat Kyoto gut gefallen und ich würde heute wahrscheinlich drei volle Tage in Kyoto verbringen. Nara würde ich wohl auf der Weiterreise von Kyoto besuchen und evtl. auch dort übernachten.
Allgemeine Informationen
Ein Tagesausflug von Kyoto nach Nara bietet die Gelegenheit, Japans kulturelle Schätze zu entdecken. Neben den berühmten Tempeln und den frei laufenden Hirschen in Nara besuchten wir auf dem Weg dorthin den beeindruckenden Fushimi-Inari-Schrein mit seinen endlosen Torii und den Byodoin Tempel in Uji.
Nara war im 8. Jahrhundert die erste permanente Hauptstadt Japans und ist heute berühmt für ihre historischen Tempel, insbesondere der Todai-ji-Tempel mit seinen riesigen Buddha-Statuen.
An-/Rückreise
Von Kyoto aus fährt alle 30 Minuten der Kintesu-Express und man ist innerhalb von rund 40 Minuten in Nara. Wir haben noch am Fushimi-Inari-Schrein sowie in Uji haltgemacht, bevor es nach Nara ging. Dadurch verlängerte sich die Fahrtzeit um rund 10 Minuten.
Von Nara sind wir dann mit dem Rapid Train (Schnellzug) direkt nach Kyoto gefahren.
Fushimi-Inari-Schrein
Dieser Schrein ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten von Kyoto. Die vielen aneinandergereihten roten Tore verbindet jeder sofort mit Japan.



Da unser Programm am Vortag etwas vollgepackt war, haben wir den Fushimi-Inari-Schrein morgens auf dem Weg nach Nara besucht. Wir waren gegen 9 Uhr morgens dort und es hatte bereits ziemlich viele Besucher.

Man gelangt durch den meist wenig beachteten Hauptschrein zu den vielen roten Troiis. Vom Hauptschrein führt eine Wanderung zum Berg Inari. Wir haben die kurze Wanderung gemacht. Nachfolgend die Details zur Wanderung:

Im unteren Teil hatte es viele Leute und man konnte weder die Atmosphäre geniessen noch tolle Fotos machen. Etwa in der Mitte der Strecke hat es einen Aussichtspunkt, von welchem aus man auf Kyoto sieht. Hier hat es auch ein kleines Restaurant. Wandert man von hier aus zum Berg Inari und besucht den oberen Teil des Schreins, ist man mehr oder weniger alleine und kann die Ruhe geniessen und tolle Fotos machen. Wenn man die roten Toriis mit den japanischen Schriftzeichen sehen will, so empfiehlt es sich beim Restaurant den Weg links zunehmen. Wir haben den Weg rechts genommen, aber auch in dieser Richtung hat man immer wieder die Möglichkeit, tolle Fotos zu machen.


Auf der Wanderroute kann man bei den verschiedenen kleinen Schreinen Goshuins sammeln.
Uji
Nach der kurzen Wanderung im Fushimi-Inari-Schrein ging es dann weiter Richtung Uji. Vom Bahnhof sind es ein paar Minuten zu Fuss bis zum Byodoin Tempel. Auf dem Weg dorthin sind wir zufälligerweise an einem Marktstand vorbeigekommen, an dem man Brezen kaufen konnte. Das mussten wir natürlich ausprobieren. Fazit: sie waren lecker.


In der Byodoin Tempelanlage, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist die im Wasser stehende Phoenix Hall besonders beeindruckend. Man kann das Innere der Phoenix Hall auch mit einer Führung besuchen. Diese Führung findet jedoch nur auf Japanisch statt. Wir haben deswegen nicht an der Führung teilgenommen.


Während unseres Spaziergangs durch die Tempelanlage wurden wir automatisch durch die Parkmitarbeiter in das Hoshokan Museum geleitet. Wer dies nicht möchte, kann um das Museum herumgehen. Man muss sich dann Richtung Toiletten begeben. Den Plan der Anlage findest du hier.

Von Uji aus ging es dann zur letzten Station des Ausflugs nach Nara.
Nara
Eigentlich hatte ich ganz viele Ideen, was man in Nara noch alles besuchen könnte. Da die Zeit schon ziemlich fortgeschritten war, haben wir uns für den Besuch des Todai-ji und des Parks entschieden. Weil die fünfstöckige Pagode in der Tempelanlage Kohfukuji gerade saniert wurde, haben wir diese nicht besucht.
Todai-ji
Zu der Todai-ji Tempelanlage gelangt man durch ein beeindruckendes grosses Tor (South-Gate). Um den Überblick über die grosse Tempelanlage zu erhalten, kannst du den Plan der Anlage hier herunterladen.



Kaum kommt man in die Nähe des South-Gate, so trifft man auf viele zahme Hirsche, die nur darauf warten, gefüttert zu werden. Es hat zahlreiche Verkaufsstände, an welchen man Futter für die Hirsche kaufen kann.

Vom South-Gate gelangt man zum Eingang zum Daibutsu-den (Great Buddha Hall). Das Gebäude ist schon von aussen beeindruckend, da es rund 50 Meter hoch ist und zu den höchsten historischen Holzgebäuden der Welt zählt.




Nach dem Besuch der Great Buddha Hall sind wir noch in den oberen Teil der Anlage gegangen und hier waren wir beinahe alleine.

Alles in allem war es ein toller Tag, wenn auch ein wenig stressig.
Park
In unmittelbarer Nähe der Tempelanlage liegt der Nara Park. Mit zahlreichen Seen und wiederum vielen zahmen Hirschen ist der Park einen Besuch wert. Besonders im Herbst, wenn sich das Laub der Bäume in den Seen spiegelt, lohnt sich der Besuch des Parks.

Wir waren etwas spät unterwegs und es war schon beinahe dunkel. Wir sind dennoch einige Zeit im Park geblieben und anschliessend mit dem Bus zurück zum Bahnhof gefahren.
Tipps
Meine Tipps für einen Ausflug nach Nara:
- Plane für den Ausflug nach Nara genügend Zeit ein
- Nimm dir Zeit für die Besichtigung der Todai-ji Tempelanlage
- Besuche Uji und den Fushimi-Inari-Schrein an einem anderen Tag
Ich wünsche dir viel Spass in Nara und der Region und freue mich über deinen Kommentar.




