Am Freitag hatte ich frei und ich habe mich entschieden, den Tag in Basel zu verbringen. In Basel war ich zwar an verschiedenen Events wie dem Basel Tattoo, der Muba oder der Herbstmesse, aber ich habe mir noch nie die Zeit genommen, die Stadt zu besichtigen.
Von Zürich aus bin ich frühmorgens los, damit ich den ganzen Tag in Basel nutzen konnte. Was ich genau gemacht habe und was meine persönlichen Tipps sind, beschreibe ich im nachfolgenden Artikel.
Allgemeine Informationen
Basel liegt im Nordwesten der Schweiz an der Grenze zu Frankreich und Deutschland. Vor mehr als 2000 Jahren siedelten die Kelten hier und 1501 wird die Stadt in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Basel ist mit rund 190’000 Einwohner nach Zürich und Genf die drittgrösste Stadt der Schweiz. Der Rhein fliesst durch die Stadt und trennt auch die beiden Teile der Altstadt.
Die erste Universität der Schweiz wurde 1460 hier gegründet und prägte die Entwicklung der Stadt. Basel ist für die vielen Museen, die Chemieindustrie, die Basler Fasnacht, das schöne, warme Wetter und vieles mehr bekannt.
Vormittag
Start in den Tag mit einem Kaffee
Beim Bahnhof habe ich das Café Kaffeemacher entdeckt. Es ist ein kleines Café und die meisten nehmen das Getränk mit. Es gibt jedoch einige Stammkunden, welche den Espresso oder den Cappuccino am Stehtisch konsumieren. Den Kaffee finde ich gut und das Laugengipfeli dazu schmeckte ausgezeichnet.

Das Café am Bahnhof ist jedoch nur ein kleiner Teil der Idee bzw. des Konzeptes der Kaffeemacher:innen. Auf der Website findest du diverse Informationen zum Thema Kaffee und dessen Zubereitung. Auch kann der Kaffee im Onlineshop gekauft und Kurse gebucht werden. Die gesamte Produktionskette wird dort transparent dargelegt. Die Kaffeemacher:innen betreiben auch das Café Frühling auf der anderen Rheinseite.
Besuch des Münsters
Das Basler Münster ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Basels. Dahinter befindet sich die Aussichtsplatzform Pfalz, von dort aus hat man einen schönen Blick auf den Rhein und Kleinbasel.

Das Basler Münster wurde zwischen 1019 und 1500 erbaut. Es überragt mit seinen beiden Türmen die Altstadt und ist aufgrund des roten Standsteines, aus welchem es gebaut wurde, von Weitem sichtbar.
Leider ist es nicht möglich, den Turm als Einzelperson zu besteigen, was ich sehr schade fand und auch nicht nachvollziehen kann. Gerne hätte ich an dieser Stelle über die Aussicht vom Turm berichtet.
Stadtrundgang
Vom Münster aus habe ich dann meinen Stadtrundgang gestartet. Ich habe dieses Mal zu einem die App von Explorial und zum anderen einen Reiseführer genutzt. Weiter hat mir meine Mitarbeiterin, welche im Nachbarsdorf aufgewachsen ist, noch ein paar Tipps mitgegeben. Die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten dürfen aus meiner Sicht bei einem Stadtrundgang nicht fehlen oder sind einfach interessante Orte.
Erste Universität der Schweiz
In unmittelbarer Nähe des Münster befindet sich die erste Universität der Schweiz, von der Strasse aus wirkt das Gebäude ziemlich unscheinbar. Begibt man sich auf die andere Rheinseite, so sieht man das Gebäude in voller Grösse und wirkt es beeindruckend.


Tinguely-Brunnen
Der Brunnen wurde 1977 durch Jean Tinguely erstellt. Er zeigt zehn eiserne, wasserspeiende Figuren, welche sich ständig bewegen. Der Brunnen wird auch als Fasnachtsbrunnen bezeichnet.


Andreasplatz
Der Andreasplatz befindet sich inmitten der Altstadt und hat sogar seine eigene Website. Zum einen wurde mir das Bistro «Ängel oder Aff» empfohlen und zum anderen führt auch die Explorial-App hierher.
Was beim Betreten des Platzes sofort auffällt, ist der Affenbrunnen. Aber hier stand früher auch einmal die Andreaskapelle, welche nach der Reformation auch als Lager genutzt wurde. Aufgrund einer Bürgerpetition wurde die Kapelle im Jahr 1792 abgebrochen. An die Kapelle erinnert heute nur noch der Grundriss, welcher in roten Pflastersteinen auf dem Boden markiert ist.

Weitere Details und Informationen zum Platz findest du auf der Webseite des Andreasplatzes.

Altstadt
Ich war überrascht, wie schön die Altstadt auf dieser Seite des Rheines ist. Die vielen Gässchen und die kleinen Häuser, in welchen sich der ein oder andere Clique-Käller verbirgt oder auch andere Lokale, welche irgendwie irgendetwas mit Fasnacht zu tun haben, geben der Region einen besonderen Charme.



Hoosesagg Museum
Das Hoosesagg Museum ist das kleinste Museum in Basel und es befindet sich im Fenster des Imbergässleins 31. Obwohl mir die Adresse bekannt war, habe ich das Museum beinahe übersehen, so unauffällig ist es. Aktuell werden Figuren / Szenen von verschiedenen Disney Filmen ausgestellt.


Rathaus
Kurz vor Mittag bin ich beim Rathaus angelangt, welches vor allem durch seine rote Fassade auffällt. Auch der Innenhof des Rathauses ist wunderschön und sehr aufwendig gestaltet. Die beiden Ratssäle können zwar nicht besichtigt werden, aber mittels QR-Code kann man eine virtuelle Besichtigung machen.
Mittagessen
Das Rathaus befindet sich gerade am Marktplatz und hier findet Dienstag bis Samstag der Stadtmarkt statt. Es ist der grösste und traditionsreichste Frischwarenmarkt der Stadt. Man kann hier auch einen Kaffee trinken oder etwas essen. Das Essensangebot ist gross und ich habe mir beim Piadina Stand etwas zu essen gekauft.

Nachmittag
Am Rheinufer
Nach dem Mittagessen ging es dann an die andere Seite des Rheines. Bei der mittleren Brücke sitzt die Helvetia auf Reisen und schaut wehmütig in die Ferne. Von dort aus bin ich dann dem Rheinufer entlangspaziert und auf das Modell der Stadt Basel sowie die Brunnen mit den kleinen Drachen (Basilisk-Brunnen) gestossen.

Über den Rhein führen verschiedene Fährverbindungen, welche sicher ein spezielles Verkehrsmittel sind. Ich habe sie nicht genutzt, da mein Ziel – die Fondation Beyeler – nur mit dem Tram zu erreichen ist.
Wanderung von der Fondation Beyeler zum Vitra Design Center
Da ich an einem wunderschönen Frühlingstag in Basel war, habe ich mich entschieden, kein Museum zu besuchen, sondern Kunst im Freien zu bestaunen. Der Rehberger-Weg, welcher von der Fondation Beyeler zum Vitra Design Center führt, schien mir dafür ideal geeignet zu sein.


Auf dem Weg befinden sich 24 Steps, zu welchen man immer wieder Informationen erhält. Der Weg führt über dir Rebberge und die Aussicht auf Basel und das Umland ist wunderbar, sogar die umstrittenen Roche-Tower wirken in der Sonne schön.
Grundsätzlich bin ich nicht so sehr an Gegenwartskunst interessiert und dies ist wohl auch der Grund, weshalb ich den Weg bzw. vor allem die dargestellte Kunst nicht so berauschend fand.

Hier noch die Eckdaten der Wanderung:
| Länge | 4,9 km |
| Höhenmeter | 50 m aufwärts, 60 m abwärts |
| Dauer | 1h 30 min |
Der Weg zurück zum Claraplatz in Basel hat etwas länger gedauert als erwartet. Der Bus ist ohne Ankündigung / Erklärung ausgefallen und der nächste Bus kam erst eine halbe Stunde später … so bin ich gut eine Stunde später als geplant in Basel angekommen. Dennoch wollte ich noch einige Street-Art-Werke in Basel bestaunen.
Street-Art
Basel besitzt neben zahlreichen Museen auch zahlreiche Spots, wo man Street-Art bewundern kann. Ich konnte leider nur einige wenige besuchen. Nachfolgend eine Auswahl der Spots, die ich besucht habe.


Basel-Tourismus bietet spezielle Stadtführungen an. Details zu diesen Führungen findest du auf der Website.
Meine Tipps
Meine Tipps für einen Besuch der Stadt Basel sind die folgenden:
- Schlendere durch die Gässchen der Altstadt
- Geniesse einen Kaffee auf dem Andreasplatz oder bei den Kaffeemachern
- Kaufe bei Jakob’s Basler-Leckerly, älteste Manufaktur seit 1753, ein. Mir schmecken die Basler Leckerly Classic am besten.
- Plane mehrere Tage für einen Ausflug nach Basel ein, damit du auch noch genügend Zeit für eines der zahlreichen Museen oder den Basler Zolli hast.
Nun wünsche ich dir viel Spass bei deinem nächsten Ausflug nach Basel und freue mich über deinen Kommentar zu Artikel




