Die Kyushu Insel ist von vulkanischen Aktivitäten geprägt. Nach dem Besuch des Aso Nationalparks stand der Besuch der Stadt Beppu, welche voll mit heissen Quellen ist, auf dem Plan.
Allgemeine Informationen
Beppu ist ein wahres Paradies für Onsen-Liebhaber. Gelegen auf der südlichen Insel Kyushu, ist Beppu eine der bekanntesten Thermalstädte Japans und beeindruckt mit rund 2’300 heissen Quellen. Mit einer Bevölkerung von etwa 120’000 Menschen gehört Beppu zur Präfektur Oita und zieht jährlich Millionen Besucher an, die hier Entspannung und einzigartige Erlebnisse suchen.
Heisse Quellen
In Beppu strömt an vielen Stellen Wasserdampf an die Oberfläche. Sei es nun aus Schachtdeckeln oder Löchern und Ritzen in den Strassen. Wenn man Beppu besucht, so ist der Besuch der heissen Quellen, auch Höllenquellen genannt, Pflicht.

Das Ticket, um alle Quellen zu besuchen, kostet 2’200 Yen (Stand 2024). Man kann auch Tickets für jede einzelne Quelle kaufen, wenn man sie nicht besuchen möchte. Jede heisse Quelle hat ihre eigene Website mit einigen Informationen zu der Quelle. Die nachfolgenden Quellen haben wir besucht:
Umi Jigoku
Als Erstes haben wir die grösste Quelle Beppus: Umi Jigoku besucht. Auf dem Gelände dieser Quelle hat es auch noch anderes Sehenswertes. Es gibt einen schönen grossen Teich mit Seerosen. Zudem hat man die Möglichkeit, ein Fussbad zu nehmen, sich im Restaurant zu verpflegen und im Shop etwas zu kaufen.

Umi Jigoku hat mir besonders gut gefallen, da das Wasser einen schönen, fast kitschigen, Blauton hat. Es sieht wunderschön aus. Um das schöne Blau mit der Kamera einzufangen, braucht es etwas Geduld, da immer wieder Dampfschwaden aufsteigen und man oft nur den weissen Wasserdampf fotografieren kann.


Oniishi Bozu Jigoku
Gleich neben Umi Jigoku befindet sich Oniishi Bozu Jigoku. Diese Quelle ist deutlich kleiner als die Umi Jigoku. Es ist ein kleiner Teich mit drei Quellen, die das Wasser an die Oberfläche tragen. Als wir dort waren, hatte es deutlich weniger Touristen als an der anderen Quelle. Mich haben die blubbernden Quellen in den Grautönen fasziniert.

Shira-Ike Jigoku
Shira-Ike Jigoku fand ich die langweiligste Quelle. Sie sieht aus wie ein kleiner normaler See. Im Gebäude bei der Shira-Ike Jigoku gibt es eine kleine Ausstellung mit verschiedenen Fischen, und man kann rund um die Quelle spazieren. Sonst gibt es nicht wahnsinnig viel Spannendes hier.

Oniyama Jigoku
Ich war entsetzt, als wir Oniyama Jigoku besucht haben. Hier werden viele Krokodile auf engstem Raum gehalten. Aus meiner Sicht ganz unwürdige Bedingungen, in welchen die Krokodile leben. Bei uns wird es wohl keinen Ort geben, an welchem Krokodile so gehalten werden. Diese Quelle würde ich deshalb nicht mehr besuchen.
Tatsumaki Jigoku
Bei Tatsumaki Jigoku handelt es sich um einen heissen Geysir. Man gelangt durch einen Souvenirshop zu einem Platz, an dem sich die Quelle befindet. Beim Platz hat es eine Arena, auf welcher sich die Touristen hinsetzen und geduldig auf den Ausbruch des Geysirs warten. In der Ecke gibt es sogar einen Getränkeautomaten, an welchem auch Suppen gekauft werden können. Für Verpflegung während der Wartezeit ist auf jeden Fall gesorgt.

In der Regel bricht der Geysir rund alle 30 Minuten aus und ein Ausbruch dauert rund 10 Minuten. Ich würde diese heisse Quelle eher nicht mehr besuchen, da ich sie nicht besonders schön oder spektakulär fand.
Chinoike Jigoku
Die Chinoike Jigoku wird auch die Blutquelle genannt, weil sie so rot ist. Aus meiner Sicht ist sie eher orange, aber auf jeden Fall eindrücklich. Hier hatte es wieder deutlich mehr Touristen als bei den vorherigen Quellen.

Diese Quelle ist deutlich grösser als andere und hat auch ein eigenes Restaurant und es besteht auch hier die Möglichkeit, ein Fussbad zu nehmen, wenn man etwas Zeit mitbringt.

Die Quelle befindet sich etwas entfernt von den anderen Quellen. Mit dem Auto benötigt man rund 10 Minuten und zu Fuss wären es circa 45 Minuten.
Übernachtung
Wir haben im Amanek Beppu Yula-Re, welches etwas hinter verschiedenen Gebäuden versteckt ist, übernachtet. Zuerst wollten wir im Amanek Inn Beppu, welches sich gleich neben dem Amanek Beppu befindet, einchecken. An der Rezeption wurden wir dann freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir im falschen Hotel sind. 🙂

Das Amanek Beppu hat einen grossen Infinity-Pool, eine tolle Innenarchitektur und es hat uns sehr gut gefallen. Unser Zimmer war in einem der oberen Stockwerke und wir hatten einen wunderschönen Ausblick über die Stadt.
Onsen
Beppu ist die Stadt der heissen Quellen und Onsen (natürliches Thermalbad). Bei einem Aufenthalt in Beppu sollte man eines der vielen Angebote nutzen. Wir haben aus Zeitgründen leider kein Onsen in Beppu besucht, aber später dann eines in Hakone.
In Beppu gibt es zum einen Onsen, welche auch tätowierte Menschen besuchen können, und zum anderen Onsen, welche ein Sandbad anbieten. Ein Sandbad soll besonders entspannend sein und vielerlei Beschwerden lindern.
Tipps
Meine Tipps für den Besuch von Beppu:
- Besuche die heissen Quellen
- Entspanne in einem Onsen
Viel Vergnügen in der Stadt der heissen Quellen.





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