Auf unserer Rundreise durch Texas waren wir im wunderschönen und vielfältigen Big Bend Nationalpark. Was ich an diesem Nationalpark so besonders finde und weshalb es sich lohnt dorthin zu reisen, erfährst du im nachfolgenden Artikel.
Allgemeine Informationen
Der Big Bend Nationalpark liegt im südwestlichen Texas entlang der mexikanischen Grenze. Mit über 3’200 Quadratkilometern gehört er zu den Grössten der USA. Er bietet eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften, von zerklüfteten Bergen und tiefen Canyons bis zu weitläufigen Wüsten und üppigen Flussoasen entlang des Rio Grande. Der Park bietet für alle etwas: wandern, campen, Vögel beobachten oder die einzigartige Flora und Fauna erkunden. Egal, ob man Ruhe in der Einsamkeit der Natur sucht oder Abenteuer in der Wildnis erleben möchte – der Big Bend Nationalpark hat für jeden etwas zu bieten.
Balanced Rock
Als Erstes haben wir eine kurze Wanderung zum Balanced Rock gemacht. Der Weg dazu ist eigentlich relativ gut ausgeschildert, bis es zum steilen Anstieg geht. Dort ist es nicht mehr klar, wo man hochklettern soll. Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur wegen des Felsens, sondern auch wegen der Aussicht.


Die Details zur kurzen Wanderung findest du nachfolgend:

Rio Grande Outlook
Die zweite Wanderung führte uns zum Rio Grande Outlook. Vom Rio Grande Village führt die Wanderung auf einen Hügel, von welchem eine schöne Aussicht über den Rio Grande hat.


Am Anfang durchquert man ein Schilf und kann dort diverse Tiere beobachten.

Die Details zur kurzen Wanderung findest du nachfolgend:

Besuch Boquillas del Carmen (Mexiko)
Vom Big Bend aus kann man Boquillas del Carmen relativ einfach besuchen, vorausgesetzt man ist etwas vorbereitet. Für einen Grenzübertritt muss man als Ausländer vorgängig abklären, welche Dokumente man für den Übertritt benötigt. Dies kann man beim US-Zoll und Grenzschutz in Presidio tun.
Ist man im Besitz der notwendigen Dokumente, so geht man während den Öffnungszeiten zum entsprechenden Einreisepunkt im Nationalpark. Von dort aus fährt man für 5 Dollar mit dem Boot nach Mexiko und zurück. In Mexiko angekommen, kann man für ein paar Dollar zum Dorf gefahren werden oder ganz einfach zu Fuss rund 800 Meter spazieren.
Wir waren während unseres Aufenthalts nicht in Mexiko, da wir nicht wirklich darauf vorbereitet waren. Wäre ich ein zweites Mal dort, würde mich sicher vorher erkundigen, was ich unternehmen muss, um einen kurzen Ausflug nach Mexiko machen zu können.
Ross Maxwell Scenic Drive
Eine der schönsten Strecken im Nationalpark ist der Ross Maxwell Scenic Drive. Auf dieser Aussichtsroute befinden sich verschiedene Highlights, auf welche ich nachfolgend eingehe. Die Reise startet am Wendepunkt beim Santa Elena Canyon.
Santa Elena Canyon
Der Aussichtspunkt zum Santa Elena Canyon befindet sich am Ende der des Ross Maxwell Scenic Drive. Von dem Santa Elena Canyon Overlook Point hat man einen schönen Ausblick auf den engen und steilen abfallenden Canyon. Diesen kann man auf dem Nebenfluss des Rio Grande erkunden und die Wanderung dauert ca. 1 Stunde.
Aus Zeitgründen haben wir diese Wanderung nicht gemacht. Bei einem nächsten Besuch würde ich sie machen, da die steil abfallenden Klippen von weitem schon sehr interessant wirken und sicherlich sehr beeindruckend sind, wenn man im Canyon entlang wandert.

Castolon Visitor Center
Die Strecke von hier aus finde ich besonders schön. Wir sind am späteren Nachmittag zurück zur Hauptstrasse gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir immer wieder angehalten, um Fotos von der schönen Landschaft im besonderen Abendlicht zu machen.

Sotol Vista – View Point
Kurz vor dem Sonnenuntergang sind wir dann am Sotol Vista View Point angekommen. Von dort aus hat man eine wunderschöne Aussicht über diesen Teil des Parks. Zudem ist er auch bekannt für die Sternbeobachtung, da es hier sehr wenig Lichtverschmutzung hat. Vom View Point ging es dann weiter zu unserer Unterkunft.

Summit at Big Bend – Glamping
Ich bin grundsätzlich kein Fan von Camping, Glamping und dergleichen. Als ich aber auf das Angebot von Summit at Big Bend gestossen bin, war für mich klar, da will ich ihn.

Im grosszügigen Zelt (auch Dome genannt) steht ein richtig bequemes Bett und es hat ein kleines Lavabo. Die Toilette und die Dusche sind in einem zentralen kleinen Gebäude. Bei jedem Dome hat es ein Parkplatz und eine kleine Feuerstelle mit zwei Stühlen. Von dort aus kann man den klaren Sternenhimmel wunderbar beobachten.

Mir hat der Aufenthalt dort hervorragend gefallen und ich würde sofort wieder dort übernachten.

Tipps
Meine Tipps für einen Besuch im Big Bend Nationalpark:
- Geniesse den Ausblick auf dem Rio Grande View Point
- Fahre den Ross Maxwell Scenic Drive entlang
- Übernachte im Summit at Big Bend, dort kannst du den Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung geniessen
- Plane genügend Zeit für einen Besuch ein (zwei bis drei Tage, wenn du viel wandern gehen möchtest noch mehr)
Viel Spass im vielfältigen Big Bend Nationalpark.




