Lächelnde Reisebloggerin bei der Arbeit am Laptop an einem hellen Schreibtisch.

Wie aus einer Reiseidee mein Reiseblog entstand

Eigentlich hielt ich nicht viel von Reisebloggern oder, genauer gesagt, von Reiseinfluencern, welche immer nur die schönen, perfekten Reisen zeigen. Reiseinfluencern, die sich an einem typischen Insta-Spot befinden und sich dann auch noch wortwörtlich im besten Licht präsentieren, konnte ich nicht viel abgewinnen. Mittlerweile bin ich auch eine Reisebloggerin. Wie es dazu gekommen ist, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade «Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe» von Birgit Lorz teil.

Wie kam ich auf die Idee zu bloggen?

Von 2021 bis 2023 habe ich das «CAS Reinventing Work» absolviert. Als Vorbereitung dafür musste ich folgende Aufgabe bearbeiten: Du hast ein Jahr Zeit, was machst du? Es gelten die nachfolgenden Rahmenbedingungen:

  • Finanziell musst du dir keine Sorgen machen, es ist alles geregelt, d.h. es ist alles finanziert.
  • Du musst etwas Neues lernen.
  • Du musst etwas zurückgeben.

Für mich war es klar: Ich würde ein Jahr auf Reisen gehen. Ziel wäre primär Südamerika. Deswegen würde ich Spanisch lernen. Damit war die erste Bedingung erfüllt. Es war nicht ganz einfach zu definieren, was ich zurückgeben würde, aber irgendwann war es für mich klar: Entweder schreibe ich einen Reiseführer oder einen Blog. Dieses Thema hat mich dann während des ganzen Lehrgangs nicht losgelassen.

Oft haben mich Freunde und Personen in meinem Umfeld nach Tipps und Ratschlägen zum Thema Reisen gefragt. Insbesondere dann, wenn es um etwas aussergewöhnlichere Reiseziele ging. Auch das war für mich die Motivation, meine Erfahrungen auf einem Blog zu teilen.

So habe ich dann nach Abschluss meines CAS die Domain reserviert und einmal WordPress installiert. Doch bis ich anfing zu bloggen, verging noch ein wenig Zeit.

Wie alles begann…

Im November 2023 war ich mit Christine Traut, einer Arbeitskollegin, die ebenfalls bloggt, essen. Wir haben dann über vieles gesprochen und sind dann eher zufälligerweise auf das Thema Blog zu sprechen gekommen. Ich habe ihr erzählt, dass ich zwar einmal einen ersten Artikel über das Fête des Lumières in Lyon geschrieben habe, aber ich diesen nicht veröffentlicht habe, weil ich ihn nicht wirklich gut fand. Sie hat mir von der Blog-Challenge «Jahresrückblog» von Judith Peters erzählt. Sie meinte, das wäre eine gute Challenge, um ins Bloggen einzusteigen. In 20 Tagen schreibt man seinen Jahresrückblick. Das hörte sich eigentlich ganz einfach und auch vernünftig an. So wartete ich geduldig, bis ich das Mail für den Jahresrückblog von Christine bzw. Judith erhielt.

Am 1. Dezember 2023 ging es dann los, d.h. jeden Abend nach dem Arbeiten in der eher stressigen Vorweihnachtszeit noch etwas am Blog machen. Judith stellte uns jeden Tag eine kleinere oder grössere Aufgabe. So musste ich mich, um einen zweiten Instagram-Account kümmern oder noch schnell den Hoster des Blogs (von WordPress.com zu Hostpoint) wechseln. Da meine URL auf .blog endet, ging das auch rund eine Woche. Während dieser Woche konnte ich wohlgemerkt nichts an meinem Blog ändern. So schrieb ich Teile meines Jahresrückblickes in Word und kopierte sie nach dem Wechsel in den entsprechenden Artikel. Meinen Wechsel zum Hostpoint habe ich übrigens nie bereut. Es war eine wirklich gute Entscheidung, auch wenn der Zeitpunkt denkbar ungünstig war. 🙂

Am 19. Dezember spätabends war es dann so weit: Ich drückte zum ersten Mal den «Veröffentlichen»-Button und war unglaublich stolz darauf, was ich in den vergangenen Wochen erreicht hatte. Zugegebenermassen sah meine Website zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich toll aus, aber ich war «live» und das war zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste.

Berglandschaft auf den Kapverden mit kurviger Strasse durch trockene Hügellandschaft unter blauem Himmel.
Mein erstes Websiten-Desgin mit meinem ersten Artikel

Die ersten Jahre

Das erste Jahr war noch ziemlich herausfordernd. Ich kämpfte noch etwas mit der Technik und wusste auch nicht immer, was ich tat, insbesondere, wenn es um SEO oder Ähnliches ging. Mein Ziel von 52 Blogartikeln im ersten Jahr habe ich mit 60 Artikeln erreicht. Gegen Ende 2024 habe ich mich dann entschlossen, «The Content Society» beizutreten, und das hat mir zusätzlichen Schub gegeben und mich zusätzlich motiviert. So habe ich es auch im zweiten Jahr geschafft, trotz Weiterbildung, 66 Blogartikel zu schreiben. Zudem habe ich auch endlich meinen Newsletter aufgesetzt und seither regelmässig verschickt.

Meine Website fand ich dann auch irgendwann zu langweilig und das Design hat mir überhaupt nicht gefallen. So habe ich mich dann entschieden, mein Theme zu wechseln, und ich bin damit ganz zufrieden.

Mein grosses Ziel im Jahr 2026 – 100 Blogartikel zu schreiben – zu erreichen, wird nach wie vor herausfordernd werden. Bis heute habe ich 50 Blogartikel veröffentlicht und habe nun noch 5 1/2 Monate Zeit für die nächsten 50 Artikel. Mal sehen, ob das dann wirklich klappt. Ich bin gespannt.

Was hat es mir gebracht?

Auf jeden Fall zahlreiche Erfahrungen. Ich habe vieles Neues gelernt: Website aufsetzen, sehr viel SEO-Zeugs, 🙂 und schliesslich konnte ich mit etwas Unterstützung auch einen Newsletter aufsetzen. Aktuell beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema KI: Was kann ich damit alles machen und was davon will ich wirklich nutzen? Aktuell finde ich es toll, wie mir KI Aufgaben abnehmen kann, die mir immer etwas Mühe bereitet haben, wie das Schreiben von ALT-Texten bei Bildern oder das Formulieren von Metabeschreibungen.

Neben all den technischen Fähigkeiten, die ich erworben habe, habe ich auch viele tolle Menschen kennengelernt. Ich freue mich immer wieder, diese an den Treffen von «The Content Society» einmal live zu sehen. Auch das positive Feedback meines Umfelds zu meinem Blog macht mich immer wieder stolz und gibt mir sehr viel zurück.

Gruppe posiert gemeinsam in historischer Altstadtgasse.
Gruppenbild von The Content Society – April 2026

Am meisten Freude bereitet mir

Ich finde es auch immer wieder schön, in den Erinnerungen zu schwelgen, wenn ich etwas über meine Reisen schreibe. Auch die vielen positiven Feedbacks aus meinem direkten Umfeld freuen mich jeweils sehr. Besonders toll finde ich es, wenn ich jemandem, der mich nach einem Rat fragt, sagen kann, dass ich darüber einen Blogartikel geschrieben habe, und ihm den Link schicke. Das und die Reaktionen darauf machen mir wohl am meisten Freude.

Wie geht es nun weiter?

Mein Ziel war es immer, meine Erfahrungen zu teilen und andere Leute zu inspirieren. Bloggen ist für mich nach wie vor ein zeitintensives, aber spannendes Hobby. Die Reisen, über welche ich schreibe, sind natürlich spannender, und ich entdecke in der Regel immer wieder etwas Neues. Dennoch kann ich mir aktuell nicht vorstellen, mit dem Bloggen aufzuhören. Ich habe noch unzählige Ideen, die ich umsetzen möchte. So möchte ich bald einmal mein erstes Freebie publizieren. Zudem will ich auch meinen Pinterest-Kanal noch weiter ausbauen bzw. nutzen. Mal sehen, wohin die Reise führt. Einen klaren Plan habe ich (noch) nicht.

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