Aussicht über das farbenfrohe Gamcheon Culture Village in Busan bei bewölktem Himmel.

Busan Sehenswürdigkeiten: Meine Highlights & Tipps

Busan begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus lebendigen Stadtvierteln, eindrucksvollen Tempeln, spektakulären Küstenlandschaften und kulinarischen Erlebnissen. Während unserer Rundreise durch Südkorea verbrachten wir zwei Nächte in der Hafenstadt – rückblickend eindeutig zu wenig. In diesem Artikel zeige ich dir die schönsten Busan Sehenswürdigkeiten, teile meine persönlichen Erfahrungen und gebe praktische Tipps, damit du deinen Aufenthalt optimal planen kannst.

Allgemeine Informationen

Nach vielen historischen Stätten ging es dann weiter in die zweitgrösste Stadt von Südkorea. Dort gibt es allerlei Historisches und Kulturelles zu entdecken. Busan wurde von verschiedenen Kriegen/Besetzungen verschont und es sind deshalb auch viele historische Stätten noch erhalten.

Busan ist Südkoreas zweitgrösste Stadt und zugleich das maritime Gegenstück zur dynamischen Hauptstadt Seoul. Direkt an der Küste gelegen, entfaltet die Metropole eine offene, fast entspannte Atmosphäre, die stark vom Meer geprägt ist. Lange Sandstrände, ein geschäftiger Hafen und sanfte Hügel, die bis an die Stadt heranreichen, bestimmen das Stadtbild und verleihen Busan eine besondere Weite, die man in anderen koreanischen Grossstädten kaum findet.

Historisch spielte Busan eine zentrale Rolle als Tor zur Welt. Während des Koreakriegs blieb die Stadt weitgehend unzerstört und wurde zeitweise zum politischen und kulturellen Zufluchtsort des Landes. Die Stadt ist bis heute ein wirtschaftliches Schwergewicht, primär durch ihren Hafen, der zu den grössten und bedeutendsten in Asien zählt.

Sehenswürdigkeiten

Sky Capsule

Die Sky Capsules sind eine Bahn, welche wie kleine Trams wirken. Diese fahren in rund 10 Metern Höhe der Küste entlang. Die Sky Capsule sind eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Busan und deshalb oft Wochen im Voraus ausgebucht. Wir wollten am ersten Abend in Busan bei Sonnenuntergang mit der Sky Capsule fahren und haben dafür Wochen im Voraus online Tickets gekauft. Zu beachten gilt, dass man einfach eine Capsule reserviert. Es haben maximal vier Personen in einer Capsule Platz.

Als wir bei der Bahnstation Mipo angekommen sind, wurden wir darüber informiert, dass wir aufgrund von Verspätungen erst in einer Stunde mit der Bahn fahren können. Alternativ würden sie uns das Ticket zurückerstatten. Da wir wussten, dass an den darauffolgenden Tagen die Bahn bereits ausgebucht war, haben wir uns fürs Warten entschieden. Dies bedeutete, dass wir im Dunkeln dem Strand entlanggefahren sind und Blick auf das Meer hatten, d. h., es war alles um uns herum einfach schwarz und gesehen haben wir deshalb nichts, ausser die Lichter der entgegenkommenden Sky Capsule.

Sky Capsule im Busan im Depot mit internationalen Flaggen.
Sky Capsule Busan

Aufgrund der Verspätung der Sky Capsule sind wir natürlich auch zu spät in Cheongsapo (Endstation) angekommen und haben den Zug zurück verpasst. So sind wir dann die zwei Kilometer auf dem Weg zurück zur Station Mipo spaziert. Der Weg ist flach und grösstenteils führt er über Holzstege. Von dort aus konnte man an einigen Stellen einen Teil der Skyline von Busan sehen.

Bei einem nächsten Besuch würde ich auf jeden Fall wieder mit der Sky Capsule fahren. Ich würde, aber wahrscheinlich einen Zug frühmorgens nehmen, damit ich nicht lange anstehen muss und es hoffentlich keine Verspätungen gibt.

Gamcheon Culture Village

Am nächsten Tag haben wir das Kulturdorf Gamcheon besucht. Es handelt sich dabei um einen Stadtteil, welcher ursprünglich für Geflüchtete gebaut wurde. Im Laufe der Jahre verfiel das Viertel und vor einigen Jahren wurde es wieder aufgewertet. Typisch für diesen Teil von Busan sind die vielen farbigen Häuser.

Im nahe gelegenen Parkhaus konnten wir gerade noch einen der letzten Parkplätze ergattern und hatten damit nur einige wenige Minuten bis zum Eingang des Dorfes. Bei der Touristeninformation, welche gleich beim Eingang liegt, kann man eine Karte kaufen, auf welcher verschiedene Routen durch Gamcheon abgebildet und beschrieben sind. In dieser Karte gibt es auch eine «Stempelkarte», d. h., man kann an verschiedenen Stationen im Dorf seine Karte abstempeln. Schliesslich sind wir nicht einer Route auf der Karte gefolgt, sondern haben unsere eigene Route gewählt.

BTS-Mural

Gleich zu Beginn kommt man an der BTS Mural, einem Bild einer sehr erfolgreichen koreanischen Boyband, vorbei. Das Bild befindet sich in Busan, weil die beiden Bandmitglieder Jimin and Jungkooks von hier stammen. Für viele Touristen, ist das Bild kein besonderes Fotomotiv. Ich fand, es zeigt, wie beliebt BTS in Korea ist.

Wandbild im Gamcheon Culture Village in Busan mit der Aufschrift Hello Gamcheon und K-Pop-Motiv
BTS Grafiti – Gamcheon

Little Prince and Desert Fox Statue

Etwas weiter befinden sich die Statuen des kleinen Prinzen und des Fuchses. Dies ist ein sehr beliebtes Fotomotiv. Es bildet sich in der Regel eine längere Schlange vor den Statuen, welche durch Sicherheitspersonal kontrolliert wird.

Etwas weiter oben gibt es noch eine weitere Statue des kleinen Prinzen. Ich weiss aber nicht, wie die Verhältnisse dort sind, da wir nicht dorthin sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass es dort deutlich weniger Menschen hat, da dieses Motiv nicht so bekannt/beliebt ist.

Wandgemälde im Gamcheon Culture Village mit bunten Häusern und Figuren.
Murals – Gamcheon

Gamcheon Bakery

Entlang der Gamnae2-Strasse gibt es zahlreiche Geschäfte, in welchen man Essen kaufen kann. Oft erhält man hier die für Korea typischen Corndogs. Wir haben in der Gamcheon Bakery zufälligerweise «Salt Bread» entdeckt. Ich finde es sehr lecker, da es, wie der Name sagt, salzig ist und teilweise an ein «Gipfeli» erinnert, obwohl der Teig ein ganz anderer ist. Salt Bread ist auch ganz anders als die gepressten Croissants, die man in Korea in Cafés gelegentlich als Frühstück erhält.

Katzenfigur mit Rucksack vor rosafarbener Hauswand im Gamcheon Culture Village.
Katze Gamcheon

Coffee It House

Etwas ausserhalb liegt das Coffee it House. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf Gamcheon, und das hat sich mittlerweile auch bei vielen Touristen herumgesprochen. Dennoch lohnt es sich, ein Getränk zu kaufen und es auf der Dachterrasse (mit der schönen Aussicht) zu geniessen.

Bunte Häuser im Gamcheon Culture Village mit Blick über den Hügel.
Ausblick vom Coffe it House – Gamcheon

Oryukdo Skywalk

Der Oryukdo Skywalk befindet sich am Südende des Igidae-Parks. Auf der Fussgängerbrücke kann man dank des Glasbodens auf das darunterliegende Meer blicken. Bevor man jedoch auf die Brücke hinauf darf, muss man Überzieher anziehen, damit man den Glasboden nicht zerkratzt. Das Ganze ist etwas unkoordiniert und es kann deshalb auch zu Verzögerungen, genauer gesagt zu «Stau» vor der Brücke, führen.

Felsige Küste bei Busan mit kleinen Inseln und rauer Meereslandschaft.
Oryukdo Skywalk

Der Ausblick und der Blick durch den Glasboden sind schön, aber aus meiner Sicht nicht für sich allein einen Besuch wert. Allerdings starten von hier diverse kürzere und längere Wanderungen/Spaziergänge. Aus Zeitgründen haben wir keine gemacht, aber ich kann mir vorstellen, dass sich diejenige zum Gwangalli-Strand noch lohnt.

Haedong Yonggungsa-Tempel

Vom Oryukdo Skywalk ging es dann direkt weiter zum Haedong Yonggungsa-Tempel. Dieser Tempel liegt als einer der wenigen in Korea direkt am Wasser. Als wir den Tempel gegen die Mittagszeit besuchten, wimmelte es nur so von Touristen. Die Tempelanlage ist schön, aber aufgrund der Tatsache, dass sie so überlaufen war, waren wir nicht wirklich lange dort.

Haedong Yonggungsa Tempel spektakulär auf den Felsen an der Küste von Busan.
Haedong Yonggungsa Tempel
Goldene Buddha-Statue im Haedong Yonggungsa Tempel in Busan.
Goldender Buddha – Haedong Yonggungsa Tempel

Besonders gut gefallen haben mir die vielen farbigen Lampions sowie die Statuen beim Eingang. Ich würde auch bei einem nächsten Besuch hierher gehen, da ich die Lage am Meer sehr schön und besonders finde.

Steinfiguren mit Tierköpfen entlang der Tempelmauer im Haedong Yonggungsa.
Steinfiguren mit Tierköpfen – Haedong Yonggungsa Tempel

Busan Tower

Es gibt viele Möglichkeiten, Busan von oben zu betrachten. Wir haben uns für den Busan Tower entschieden, da er mehr oder weniger auf unserem Weg lag. Als wir an einem Abend, an dem es sporadisch regnete, dort waren, hatte es fast keine Besucher. Die Aussicht war schön und man konnte die Stadt sowie den Hafen sehen. Nach dem Verlassen der Aussichtsplattform wird man durch verschiedene Räume geführt. In einem werden die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Busans in Schwarz und Neonfarben dargestellt. An anderer Stelle gibt es einen Fotospot. Weiter wird gelegentlich eine kleine Lichtshow auf den Busan Tower projiziert.

Busan Tower bei Nacht von unten fotografiert, eines der bekannten Wahrzeichen der Stadt
Busan Tower

Ich würde, wenn ich länger in Busan wäre, sicherlich noch einen Aussichtspunkt tagsüber besuchen.

Panoramablick auf den Hafen von Busan bei Nacht mit leuchtender Skyline und Brücke
Busan by Night – Busan Tower
Schwarzlicht-Kunst mit Feuerwerk und leuchtender Skyline von Busan bei Nacht.
Sehenswürdigkeiten in Neonfarben – Busan Tower

Fischmarkt

Der Jagalchi Fischmarkt befindet sich im Hafen und ist bei Touristen sehr beliebt. Wir waren deshalb am Tag unserer Abreise frühmorgens dort. In der näheren Umgebung des Fischmarktes gibt es zahlreiche Parkplätze, von welchen man ganz einfach zum Fischmarkt gelangt. Bevor man zum eigentlichen, offiziellen Fischmarkt in einem Gebäude kommt, geht man an ganz vielen kleinen Ständen mit vielen verschiedenen Angeboten vorbei. Ich dachte zuerst, dass wir bereits am Ziel angekommen sind, aber dem war nicht so. Der eigentliche Fischmarkt ist grundsätzlich überschaubar, aber das Angebot ist gross. Hier wirkt auch alles gleich deutlich hygienischer als auf dem «inoffiziellen Fischmarkt».

Innenbereich eines Fischmarkts in Busan mit Verkaufsständen, Aquarien und frischen Meeresfrüchten
Gang im Fischmarkt
Frische Meeresfrüchte und Schalentiere auf einem Fischmarkt in Busan, Südkorea
Angebot des Fischmarktes
Strassenstand vor dem Fischmarkt in Busan mit Muscheln, Fisch und bunten Sonnenschirmen
Einer der zahlreichen Fischstände im Aussenbereich

UN Memorial Cemetery

Der UN Memorial Cemetery ist der weltweit einzige UN-Friedhof, der an die im Koreakrieg Gefallenen erinnert. Auf dem Friedhof befinden sich rund 2’000 Gräber und es gibt auch noch eine Erinnerungstafel mit rund 49’000 Inschriften. Der Friedhof befindet sich unter Verwaltung der UN und nicht derjenigen von Südkorea. Der Friedhof ist schön gestaltet und aus meiner Sicht ein würdiger Erinnerungsort.

Friedhof der Vereinten Nationen in Busan mit gepflegten Grünanlagen und Skyline.
UN Friedhof – Busan

Busan zu Fuss erkunden

Erst nach meinem Besuch von Busan habe ich entdeckt, dass es Galmaet-gil gibt. Das sind verschiedene Wanderrouten durch Busan. Eine Übersicht über die verschiedenen Routen findet man auf der Website. Man kann sich dort auch den «Galmaet-gil Tourist Passport» herunterladen. In dem über 100 Seiten umfassenden PDF sind Informationen über alle Routen enthalten. Es gibt auch eine Galmaet-gil Tour Lounge, in welcher man allerlei Informationen über die verschiedenen Routen erhält. Bei einem nächsten Besuch würde ich sicherlich eine Route oder einen Teil davon wandern.

Essen

Da Busan direkt am Meer liegt, ist das Angebot an Seafood riesig. Da ich Fleisch deutlich mehr mag als Seafood, haben wir nicht in den klassischen Fischlokalen gegessen, sondern in zwei anderen Restaurants.

Moogsal Nampo Jungang Branch

Das Restaurant liegt ganz in der Nähe des Busan Towers. Auch dieses Restaurant haben wir spontan besucht. Im Moogsal Nampo Jungang Branch gibt es klassisches Korean BBQ. Das Essen war lecker und die Auswahl an Beilagen war im Vergleich zu anderen Lokalen gross. Es gab neben dem klassischen Kimchi, auch Tofu, eingelegten Seitan sowie zahlreiche Gewürze und Pasten. Das Essen und die zahlreichen Beilagen waren sehr lecker und ich würde sofort wieder hier essen gehen.

Koreanische Beilagen mit Kimchi, Salat und Saucen für Korean BBQ.
Korean BBQ
Koreanisches BBQ mit Schweinefleisch und Pilz auf Tischgrill.
Korean BBQ

경동반점

Eine verlässliche Übersetzung des Namens des Restaurants habe ich nicht gefunden, deshalb bleibe ich bei den koreanischen Schriftzeichen. Dieses Restaurant liegt ganz in der Nähe der Mipo-Station der Sky Capsule. Wir sind eher zufällig auf dieses Lokal gestossen. Wir waren rund eine Stunde vor Schliessung des Lokals dort. Uns wurde zuerst mitgeteilt, dass die Küche leider geschlossen sei. Nachdem wir das Restaurant verlassen hatten und wieder zurück zum Parkplatz gegangen sind, ist uns ein Mitarbeiter nachgerannt. Er hat uns mitgeteilt, dass der Koch noch für uns kochen würde. So sind wir zurück und haben dort gegessen.

Das Restaurant ist sehr einfach eingerichtet. Als wir dort waren, waren wir die einzigen Touristen im kleinen Lokal. Die Speisekarte gibt es nur auf Koreanisch und die Übersetzungs-App war nicht sonderlich hilfreich, da sie einen grossen Teil der Speisekarte nicht übersetzen konnte. So wollten wir uns auf das Verlassen, was wir bereits kannten: Sweet and Sour mit Süsskartoffeln. Die Einheimischen am Nebentisch assen genau dieses Gericht und es sah sehr lecker aus. Die Bedienung war sehr hilfsbereit und hat gefragt, ob sie uns auch etwas anderes empfehlen dürfe. Sie empfahl uns, Sweet and Sour und Jjajangmyeon (koreanische Trauernudeln) zu bestellen. Das Essen war sehr lecker und ich würde sofort wieder hier essen gehen.

Süss-saures Fried Chicken mit Süsskartoffeln und Zwiebeln
Koreanisches sweet and sour
Koreanische Jajangmyeon mit schwarzer Bohnenpaste und Gurkenstreifen.
Jjajangmyeon

Übernachten

Wir haben im Lotte Hotel in einem Deluxe-Doppelzimmer übernachtet. Das Zimmer war gross und sauber. Besonders hervorheben möchte ich das bequeme Bett. Es war wirklich toll. Da wir in einer grossen Stadt waren, haben wir das Zimmer ohne Frühstück gebucht und jeweils in Cafés gefrühstückt.

Da sich das Hotel auf den oberen Stockwerken eines Einkaufszentrums befindet, teilt man sich das Parkhaus mit den Besuchern eben dieses. Dies kann zeitweise dazu führen, dass man etwas länger warten muss, bis man ins Parkhaus einfahren kann.

Alles in allem hat mir der Aufenthalt im Lotte Hotel gut gefallen und ich würde wieder hier übernachten.

Tipps

Meine Tipps für ein paar Tage in Busan:

  • Plane genügend Zeit für einen Besuch Busans. Zwei Tage sind aus meiner Sicht/Erfahrung deutlich zu wenig.
  • Gehe früh zu den Hauptsehenswürdigkeiten wie Gamcheon, Sky Capsule sowie Haedong Yonggungsa Tempel, um den vielen (Kreuzfahrt-)Touristen auszuweichen.
  • Es lohnt sich, die einzelnen Tage ebenfalls gut zu planen, damit man nicht zwischen weit entfernten Stadtteilen hin und herfährt.

Ich wünsche dir viel Spass in Busan und freue mich über einen Kommentar.

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