Japan ist ein Paradies für Geniessende. Zwar denkt man zuerst an Sushi, Reis oder Ramen – doch die japanische Küche hat weit mehr zu bieten. Von knusprigem Streetfood über regionale Spezialitäten bis zu überraschenden Süssigkeiten: Wer sich in Japan durchprobiert, entdeckt eine faszinierende Vielfalt an Aromen, Traditionen und Essgewohnheiten. In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine kulinarische Reise durch Japan – authentisch, vielfältig und unglaublich lecker. 🇯🇵🍜
Grundsätzliches
In der japanischen Küche werden Vor- und Hauptspeise in der Regel zusammen serviert. D. h., man erhält oft eine kleine Suppe (Miso) zusammen mit dem Hauptgang. In der Tempelunterkunft, in welcher wir übernachtet haben, erhielten wir auch die Nachspeise zusammen mit dem Hauptgang.
Besteck
In Japan gibt es grundsätzlich immer Stäbchen als Besteck. Bestellt man Ramen oder Curry, bekommt man einen Löffel dazu. Dieser dient jedoch nur dazu, die Brühe bzw. Flüssigkeit zu löffeln. Alles andere wird mit Stäbchen gegessen. 🙂
Sitzgelegenheit und Tisch
In Japan sitzt man generell zum Essen auf dem Boden. Hierbei sollte man darauf achten, dass man entweder kniet oder im Schneidersitz sitzt. In vielen Lokalen gibt es aber auch die «normalen» Tische mit Stühlen.
Handtaschen etc.
Was ich sehr toll fand, war, dass man fast in jedem Lokal eine separate Box oder Ähnliches erhielt, um die Handtasche und Ähnliches nicht auf den Boden stellen zu müssen.
Hauptspeisen
Sushi
Beginnen wir gleich mit einem der Klassiker der japanischen Küche. Hier bekommt man Sushi fast überall und das Angebot reicht vom Kauf im Supermarkt über den Wochenmarkt und das klassische Förderband bis hin zur Gourmetküche, welche mit mehreren Sternen ausgezeichnet wurde. Möchte man in einem der edlen Gourmetlokale Sushi essen, muss man teilweise Monate im Voraus reservieren.



Ramen
Auch Ramen sind in Japan sehr beliebt. Es gibt ganz viele verschiedene. Sie unterscheiden sich in der Art der Brühe, den Nudeln, den übrigen Zutaten der Basis der Brühe sowie den Toppings. Es gibt auch viele regionale Unterschiede und Spezialitäten, sodass man nicht einfach nur von einem Ramen sprechen kann.
Okonomiyaki
In der Region von Osaka sind primär die Okonomiyaki sehr bekannt und beliebt. Wir hatten leider nicht die Möglichkeit, diese zu essen. Sie bestehen aus Weisskohl und Nudeln und werden wie ein Omelett zubereitet und anschliessend entsprechend gewürzt.
Kushikatsu
Bei Kushikatsu handelt es sich um frittiertes Essen, welches auf einen Spiess gesteckt wird. Frittiert werden vor Fleisch, Fisch und Gemüse. Nach dem Besuch des Tsutenkaku-Turms haben wir im Lokal Kawachiya in unmittelbarer Nähe des Turmes gegessen. Es war ein kleines Lokal und die Speisekarte, welche laminiert war, war etwas «speziell». Wir haben pro Person und das Essen war gut.

Kare
Auch in Japan gibt es ein Curry (Kare). Es ist aus meiner Sicht vergleichbar mit einem indischen Curry. Es ist jedoch etwas dickflüssiger und kann als Sauce zu einem panierten Schnitzel mit Reis serviert. Wir haben dieses Gericht auf einem Markt gegessen.

Tonkatsu
Bei Tonkatsu handelt es sich ganz einfach um ein paniertes Schnitzel, in der Regel aus Schweinefleisch. Für mich ist die Panko-Panade aussergewöhnlich lecker. Sie ist deutlich knuspriger als die klassische Panade in Europa. Zum Schnitzel werden natürlich Reis und meistens geraffelter Weisskohl serviert.
Koogarae
Bei Koogarae handelt es sich um klassisch frittiertes Hähnchen. Auch dieses wird in der Regel mit Panko frittiert und ist dementsprechend knusprig. Es wird oft als Streetfood angeboten, aber man erhält es auch in Restaurants. Besonders leckeres Koogarae haben wir an Foodstand «Umeshin» in Kyoto (Kreuzung Takoyakushi-dori – Kyoto Shinkyogku Shopping Street) in der Nähe des Nishiki-Marktes gegessen.

Yakiniku
In Fukuoka haben wir Yakiniku, die japanische Version von Tischgrill, gegessen. Wir konnten verschiedene Fleischarten bestellen und diese dann anschliessend selbst auf einem kleinen Tischgrill grillieren. Dazu wurden Reis und geraffelter Kohl serviert. Auch verschiedene Saucen wurden zum Fleisch serviert.

Süssigkeiten
In Japan gibt es etliche Süssigkeiten. Grundsätzlich sehr beliebt sind gedämpfte Reisküchlein, welche mit Bohnenpaste gefüllt sind. Auch Bohnenpaste allein wird oft als Süssigkeit gegessen und für deren Zubereitung verwendet.
Reisküchlein (Mochi)
Die Reisküchlein gibt es in ganz Japan, auch in anderen asiatischen Ländern sind diese sehr beliebt. Klebereismehl bildet die Grundlage für den Teig. Gefüllt werden diese wie erwähnt in der Regel mit Bohnenpaste. Es gibt jedoch auch andere Füllungen wie Schokolade oder Vanille. Normalerweise werden die Mochi gedämpft. In einigen Regionen werden sie gedämpft und anschliessend angebraten.

Die Mochi werden oft auch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt und verziert. Hier ist vorwiegend das japanische Niedlichkeitsprinzip «Kawaii» wichtig. Die kleinen Köstlichkeiten haben deshalb oft einen «Jö-Effekt».
Ahornblätter (Manju)
In der Region um Hiroshima und der Insel Miyajima gibt es ein Gebäck in der Form eines Ahornblattes. Der Teig ist sehr luftig und schmeckt ausgezeichnet. Gefüllt werden diese normalerweise auch mit roter Bohnenpaste. Es gibt jedoch ganz viele andere Füllungen. Mir haben besonders die Füllungen Schokolade, Vanille, Apfelcreme sowie Matcha gut geschmeckt.

Auf der Insel Miyajima gibt es die Ahornblätter, welche aus einem anderen, etwas festeren Teig bestehen. Dieser ist zur vergleichen mit einem Strudel- oder Blätterteig. Auch diese gibt es mit ganz vielen verschiedenen Füllungen.


In anderen Regionen werden anstelle von Ahornblättern einfach Rondellen aus dem Teig geformt.
Crêpes
Eigentlich keine typische japanische Süssigkeit. Wir haben an vielen Orten Crêpes entdeckt und haben deshalb diese einmal gekostet. Es gibt sie mit allerlei Füllungen.


Das Besondere ist, dass sie ganz anders als in Europa serviert werden. Der Crêpe selbst ist etwas härter als der allgemein hin bekannt und dient als Hülle für den Inhalt. Der Crêpe wird dann wie ein Glacé serviert. Es war eine sehr ungewöhnliche Form, um Crêpes zu essen, aber es war sehr lecker.

Tipps
Meine Tipps zum Thema Essen. Ich habe hier nur einen Tipp:
- Koste so viel wie möglich der vielen Köstlichkeiten, welche Japan bietet.
Möchtest du wieder einmal in Erinnerungen schwelgen? Dann kann ich dir das Restaurant Ooki in Zürich empfehlen.





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