Schweizer Landschaft mit Feldern und Bauernhof unter blauem Sommerhimmel.

Mein Feierabendritual: Auf dem Velo den Kopf freibekommen

Im Sommer fahre ich nach einem anstrengenden Arbeitstag mit meinem E-Bike vom Büro nach Hause. Das ist mein liebstes Feierabendritual im Sommer.

Diesen Artikel habe ich im Rahmen der Blogparade von Stefanie zum Thema «Mein liebstes Feierabendritual im Sommer» geschrieben.

Mein Feierabendritual im Sommer

Ich war als Jugendliche oft mit dem Velo unterwegs. Ich fuhr bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zur Schule und während meiner Lehre auch ins Büro. Anfang der 1990er Jahre eroberte das Mountainbike auch die Schweiz, und schliesslich hatte auch ich eines Tages ein solches Bike. Bei all meinen Umzügen kam das Bike stets mit. Ich nutzte es mal mehr, mal weniger. Ich wollte es aber nie weggeben, da es mit Erinnerungen verbunden ist.

Im Mai und Juni gibt es die Challenge «Bike-to-Work», welche dazu aufruft, den Arbeitsweg oder zumindest Teile davon mit dem Velo zu absolvieren. In der Regel bin ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, genauer gesagt mit dem Bus. Einen Teil meines Arbeitsweges lege ich in rund 15 Minuten zu Fuss zurück. Im Mai habe ich mich entschieden, an der Challenge mitzumachen und künftig öfter mit dem Velo unterwegs zu sein.

Während der Bike-to-Work-Challenge nutze ich oft das Angebot der Stadtvelos in Zürich (Publibike). Dieses Angebot ist ideal, um in der Stadt Zürich von A nach B zu kommen. Für weitere Strecken wie die Strecke zur Arbeit und zurück ist es definitiv nicht zielführend. Ich wohne rund 12 Kilometer von meinem Arbeitsplatz entfernt und dazwischen liegen auch rund 350 Höhenmeter. Deshalb war für mich klar, dass ich für diese Strecke ein E-Bike bräuchte. Mitte Juni war es dann so weit und ich habe mir ein E-Bike gekauft, natürlich in meiner Lieblingsfarbe: Himmelblau. 😉 Um ganz ehrlich zu sein: Zu 100 % himmelblau ist es nicht, aber auf jeden Fall nahe dran.

Helles Specialized E-Bike mit Gepäckträger vor einer Natursteinmauer.
Mein fast hellblaues E-Bike

Seither fahre ich – bei schönem Wetter – täglich ins Büro und wieder zurück. Am Morgen ist mein Ziel, entspannt im Büro anzukommen, d. h., möglichst nicht ins Schwitzen zu kommen und deshalb die Unterstützung des E-Bikes ideal zu nutzen. Am Abend wird die Rückfahrt zu meinem Ritual:

  • Sportliche Bekleidung anziehen
  • Mich dann aufs Rad schwingen
  • Durch die Stadt und über die Felder nach Hause zu fahren
  • Teilweise auf die Unterstützung zu verzichten, damit es etwas herausfordernder wird
  • Bei der Ankunft das Gefühl haben, noch etwas Sport gemacht zu haben

Wie sieht mein Ritual im übrigen Jahr aus?

Im restlichen Jahr und bei schlechtem Wetter nutze ich mein bisheriges Ritual: Ich spaziere vom Bus zum Arbeitsort bzw. vom Arbeitsort zum Bus. Es fällt mir nicht ganz so einfach, die Gedanken loszulassen, aber es ist auf jeden Fall deutlich entspannter, als die gesamte Strecke mit dem Bus zu fahren.

Wenn ich jedoch, eher ausnahmsweise, mit dem Auto ins Büro fahre, dann habe ich kein festes Ritual. Das passt für mich aber auch so, da ich dann meistens mit Freunden verabredet bin oder noch einkaufen gehe. Beides hilft mir beim Abschalten.

Der Übergang zwischen Arbeit und Feierabend im Homeoffice

Im Homeoffice fällt es mir besonders schwer, abzuschalten, und es gelingt mir auch nicht ein Ritual zu etablieren. Während der Corona-Pandemie war ich gelegentlich im Wald spazieren, aber beibehalten konnte ich dieses Ritual nicht.

Ich arbeite in der Regel fünf Tage in der Woche im Büro und keinen Tag im Homeoffice. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass ich den Kontakt mit anderen im Büro schätze, aber auch mein tägliches Ritual ist ein Grund dafür.

2 Kommentare zu «Mein Feierabendritual: Auf dem Velo den Kopf freibekommen»

  1. Pingback: KW31/2026: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society

  2. Liebe Anita,

    danke für deine Einblicke in dein Feierabendritual. Früher bin ich auch meistens mit dem Fahrrad zur Schule gefahren. Ich habe das echt geliebt. Leider liegt mein aktueller Arbeitsplatz ungünstig und ich müsste über Hauptverkehrsstraßen fahren. Der Radweg über den RAVEL (alte Bahntrasse) macht einen riesigen Umweg, sodass die Strecke mehr als doppelt so lang wird.
    Hier in Ostbelgien gab es auch im Mai eine Challenge, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen, um zur Arbeit zu kommen.

    Liebe Grüße und einen schönen Sommer
    Stephanie

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