Sanft eingebettet in eine Flussschleife des Nakdong liegt Hahoe Village nahe Andong – ein Ort, an dem Südkoreas Geschichte nicht ausgestellt, sondern gelebt wird. Zwischen traditionellen Hanok-Häusern, Reisfeldern und dem bekannten Maskenmuseum eröffnet sich ein Einblick in das (historische) Dorfleben.
Allgemeine Informationen
Das Hahoe Village gehört zu den eindrücklichsten historischen Siedlungen Südkoreas und vermittelt bis heute ein lebendiges Bild des traditionellen Lebens während der Joseon-Dynastie. Das Dorf liegt nahe der Stadt Andong und schmiegt sich in einer sanften Schleife an den Nakdong-Fluss, dessen Verlauf die Landschaft ebenso prägt wie die Anordnung der Häuser.
Charakteristisch für Hahoe Village sind die gut erhaltenen Hanok-Häuser mit ihren geschwungenen Ziegeldächern und offenen Innenhöfen. Über Jahrhunderte war das Dorf Heimat einflussreicher Gelehrtenfamilien, deren soziale Stellung sich noch heute in der Architektur widerspiegelt. Während einfache Wohnhäuser näher am Fluss liegen, befinden sich die repräsentativeren Anwesen leicht erhöht, mit Blick über das Dorf und die umliegende Landschaft.
Besonders bekannt ist Hahoe Village für seine traditionelle Maskenkultur. Die berühmten Hahoe-Masken, die bei rituellen Tanzaufführungen eingesetzt werden, verbinden Satire, Spiritualität und Volksglauben und gelten als wichtiger Bestandteil des immateriellen Kulturerbes Koreas. Noch heute finden regelmässig Vorführungen statt, die Besucherinnen und Besucher in eine Welt aus Musik, Tanz und symbolischer Erzählkunst eintauchen lassen.

Historisches Dorf
Trotz seiner Bedeutung als Kulturerbestätte ist Hahoe Village kein musealer Ort im klassischen Sinn, sondern ein Dorf, in dem Geschichte spürbar bleibt und Traditionen weiterleben. Das Dorf befindet sich etwas ausserhalb von Andong. Vom Parkplatz aus fährt ein Shuttlebus ins historische Dorf (Dauer ca. 2 Minuten). Von der Haltestelle aus benötigt man ca. 5 Minuten, um ins Dorf zu gelangen. Vor dem Dorf befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier wird unter anderem auch Reis angebaut.

Im Dorf selbst befinden sich einige historische Gebäude, welche man besuchen kann. Wie erwähnt ist ein grosser Teil des Dorfes bewohnt und viele Häuser und historische Stätten können alle nicht besucht werden.


Etwas versteckt befindet sich ein heiliger Baum, welcher 600 Jahre alt sein soll. Hier hinterlassen viele Menschen sogenannte Wunschzettel.

Maskenmuseum
Das Maskenmuseum war für mich eines der Highlights des historischen Dorfes. Es liegt etwas ausserhalb des historischen Dorfes. Wir haben das Maskenmuseum am Vorabend besucht, da der Ansturm tagsüber sehr gross sein soll. Am Abend hatte es nicht viele Besucher und wir konnten das Museum in aller Ruhe besuchen. Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude und erstreckt sich über zwei Stockwerke.



Im Museum wird die Geschichte des historischen Maskenfestes in Hahoe erzählt. Man sieht Bilder des Festes sowie Masken, die am Fest getragen werden. Die Ausstellung zeigt auch die Geschichte und die Entwicklung der Masken in Korea.

Es werden auch Masken aus anderen Ländern gezeigt. Die meisten stammen aus dem asiatischen Raum wie Thailand, Malaysia oder Nepal. Aber auch afrikanische und amerikanische werden gezeigt. Hier liegt der Fokus primär auf den Masken der Ureinwohner dieser Länder.
Für Kinder und Sammelwütige gibt es eine Stempelkarte, auf welcher man an rund acht Stationen Stempel von Masken aus verschiedenen Ländern sammeln kann.
Aussichtspunkt auf das Dorf
Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich ein Aussichtspunkt. Diesen erreicht man zu Fuss von dem zugehörigen Parkplatz aus. Wir haben diesen nicht besucht, da wir andere Prioritäten/Pläne hatten.
Tipps
Meine Tipps für einen Besuch des Hahone Village:
- Besuch des Maskenmuseums
- Plane noch eine andere Aktivität/Besichtigung in der Region
Viel Vergnügen beim Besuch des historischen Dorfes.




