Traditionelles Hanok-Haus in Jeonju mit geschwungenem Dach und Garten unter blauem Himmel.

Jeonju Highlights: Tradition erleben

Während unserer dreiwöchigen Rundreise haben wir auch in Jeonju Halt gemacht. Da es sich um eine historische Stadt handelt, war es klar, dass wir etwas länger hierbleiben wollten.

Allgemeine Informationen

Jeonju gilt als eine der kulturell authentischsten Städte Südkoreas und wird oft als Herz der koreanischen Tradition bezeichnet. Die Stadt liegt im Südwesten des Landes und strahlt eine ruhige Atmosphäre aus, die sich deutlich von den grossen Metropolen unterscheidet. Besonders bekannt ist Jeonju für sein historisches Stadtbild, in dem Vergangenheit nicht als Kulisse, sondern als lebendiger Bestandteil des Alltags präsent ist.

Auch kulinarisch nimmt Jeonju eine herausragende Stellung ein. Die Stadt gilt als Geburtsort des Bibimbap, eines der bekanntesten Gerichte Koreas. Insgesamt präsentiert sich Jeonju als Ort, an dem koreanische Identität greifbar wird – nicht laut oder spektakulär, sondern in der stillen Konsequenz, mit der Tradition gepflegt und weitergegeben wird.

SehenswĂĽrdigkeiten

Zentrum der kulturellen Identität ist das weitläufige Hanok-Viertel, in dem Hunderte traditioneller Holzhäuser dicht beieinanderstehen. Hier vermischen sich Wohnraum, kleine Werkstätten, Teehäuser und Pensionen zu einem Quartier, das zum Verweilen einlädt. Enge Gassen und Innenhöfe, schaffen eine intime Stimmung, während historische Schreine und Pavillons an die Rolle Jeonjus als ehemalige Königsstadt erinnern.

Hanok Village

Im Hanok-Viertel stehen über 700 traditionelle Häuser und die meisten Touristen reisen genau wegen dieser nach Jeonju. Das Quartier ist schön und es gibt viele kleine Strassen, welche teilweise auch mit einem kleinen Bächlein angelegt wurden. Es ist sehr schön gemacht, aber es ist vieles auf die Touristen ausgelegt. Man kann an fast jeder Ecke traditionelle koreanische Kleidung (Hanbok) mieten, um sich dann an Sehenswürdigkeiten fotografieren zu lassen.

Traditionelle Häuser entlang einer Gasse mit Herbstfarben und blauem Himmel
Hanok Village
Traditioneller Pavillon und Gartenanlage mit Brunnen in ruhiger Umgebung in Jeonju
Pavillion – Hanok Village

Gyeonggijeon Shrine

Einer dieser beliebten Fotospots ist der Gyeonggijeon Shrine. Es handelt sich dabei um den Ahnenschrein, auf dessen Gelände sich zahlreiche Gebäude befinden. Als wir dort waren, war es ziemlich ruhig und es hatte nur einige wenige Besucher. Ich fand die Anlage, insbesondere auch die Bäume mit dem bunten Herbstlaub, schön.

Symmetrischer Zugang zu Tempelanlage mit leuchtenden Herbstfarben
Zuganng zum Gyeonggijeon Schrein
Traditioneller Innenhof mit kunstvoller Architektur und sonnigem Herbsttag in Jeonju
Gyeonggijeon Schrein
Historisches Gebäude mit geschwungenem Dach umgeben von bunten Herbstbäumen
Gyeonggijeon Schrein

Pavillion – Omokade

Auch der Omokade würde sich hervorragend für schöne Fotos eignen. Hier sind allerdings deutlich weniger Touristen anzutreffen als in der restlichen Stadt. Eventuell ist der kurze Anstieg hinauf zum Pavillon ein Grund, weshalb man hier weniger Touristen antrifft. Aus meiner Sicht lohnt sich der kurze Aufstieg zum Pavillon auf jeden Fall, denn von hier, genauer gesagt auch auf dem Weg dorthin, hat man einen wunderbaren Ausblick über Jeonju.

Historischer Pavillon mit Säulen und kunstvollem Dach im Herbst
Omokade – Pavillion
Koreanischer Pavillon im Park umgeben von goldenen Herbstbäumen
Omokade
Stadtpanorama mit traditionellen Dächern und moderner Skyline im Herbst
Ausblick vom Omokade Pavillion

Pungnammun Gate

Das Pungnammun Gate ist das ehemalige Südtor der Stadt und das einzige, das von der Stadtmauer übrig geblieben ist. Hier wurden Anfang des 19. Jahrhunderts, die Köpfe von christlichen Märtyrern zur Schau gestellt, die im Kampf zwischen Buddhisten und Christen gefallen sind. Die sich ganz in der Nähe befindende Jeondong Cathedral soll an die damaligen Opfer erinnern.

Traditionelles Stadttor mit Pagoden und herbstlicher Parkanlage
Pungnammu Gate

Jeondong Cathedral

Die Jeondong Cathedral ist sehr imposant. Zwischen all den historischen Bauten wirkt die Kathedrale etwas unpassend. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und war eine der ersten Kirchen in Südkorea. Während unseres Besuches war die Kirche aufgrund eines Gottesdienstes geschlossen, sodass wir die Kirche nur von aussen bestaunen konnten.

Imposante Kirche mit TĂĽrmen und Besuchern auf dem Platz
Jeondong Cathedral

Gleich daneben befindet sich eine Jesus Statue im Stil derjenigen in Brasilien.

Statue von Jesus mit ausgebreiteten Armen vor blauem Himmel in der Stadt
Statue Kathedrale

Nambu Market (SĂĽdmarkt)

Der Nambu Market befindet sich in unmittelbarer Nähe des Pungnamman Gate. Für mich handelt es sich nicht um einen klassischen Markt, sondern eher um eine überdachte Einkaufsstrasse. Im Markt befinden sich überwiegend vollständig ausgestattete Geschäfte, welche durch ein Dach miteinander verbunden sind. Viele der Geschäfte machten für mich einen etwas schmuddeligen Eindruck, und ich würde deshalb den Markt nicht wieder besuchen, wenn ich in Jeonju wäre.

Restaurant und Cafés

Hankook jib – Koreaner

Bibimbap hat eine lange Tradition in Jeonju, und deshalb war es für uns klar, dass wir hier Bibimbap essen würden. Das Lokal Hankook jib ist eines der bekanntesten, wenn es um traditionelles Bibimbap geht. Das Lokal besteht seit 1952 und es sollen schon viele Persönlichkeiten hier gegessen haben. So steht es in diversen Reiseführern. Als wir das Lokal besucht haben, waren ausschliesslich Touristen im Lokal und es kam später nur noch ein koreanisches Paar ins Lokal. Ich habe das Dotslot Bimbimbap gegessen, welches in einem heissen Steintopf serviert wird. Es war sehr lecker und ich würde wieder hier essen gehen.

Traditionelles Bibimbap in heisser Steinschale mit GemĂĽse, Fleisch und Reis.
Bibimbap

Goof-off – Italiener

Nach einigen Tagen mit ausschliesslicher koreanischer Küche waren wir in Jeonju beim Italiener Goof-off essen. Das Essen war grundsätzlich lecker, aber nicht mit einem Italiener wie in Europa zu vergleichen. Als Alternative zur koreanischen Küche ist es auf jeden Fall eine gute Alternative.

Cremige Pasta mit Ei und Speck auf Teller im Restaurant
Spaghetti Carbonara

Pungnyeon Bakery – Frühstück

Am letzten Tag in Jeonju haben wir in einer Bäckerei gefrühstückt. Das Frühstück war ausserordentlich lecker und die Spezialität «gefüllte Kekse» war ebenfalls sehr lecker. Die Bäckerei findet man bei Google Maps nicht in lateinischer Schrift. Aus diesem Grund hier die Adresse des Lokals. Ich würde sofort wieder hier frühstücken gehen, auch wenn alle Backwaren etwas (zu) süss sind.

Verspielte Figur vor buntem Laden, kreative Strassenkunst in der Stadt
Pungnyeon Bakery – «Maskottchen»

Unterkunft

Wir haben im Lahan Hotel übernachtet. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe des Hanok-Dorfes. Es eignet sich deshalb perfekt für die Erkundung der Stadt. In der Nähe liegen auch verschiedene Restaurants und es gibt auch einige Einkaufsmöglichkeiten.

Das Zimmer war gross und vom Zimmer aus bot sich ein schöner Ausblick auf die Stadt. Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn die Englischkenntnisse eher bescheiden waren. Mir hat der Aufenthalt hier gut gefallen und ich würde sofort wieder hier übernachten.

Modernes Hotelzimmer mit grossem Bett und warmem Licht
Zimmer im Lahan Hotel in Jeonju

Tipps

Meine Tipps fĂĽr deinen Aufenthalt in Jeonju:

  • Gehe in einem traditionellen Lokal Bibimbap essen.
  • Schlendere durch das historische Hanok-Dorf.
  • Besuche den Omokade Pavillion.

Viel Spass in dieser geschichtsträchtigen Stadt.

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