Wenn Lyon im Dezember im Lichterglanz erstrahlt, verwandelt sich die Stadt in eine magische Bühne aus Kunst, Farben und Emotionen. Das Fête des Lumières zählt zu den eindrucksvollsten Lichterfesten Europas und begeistert mit spektakulären Projektionen auf historischen Fassaden, stimmungsvollen Installationen und einer ganz besonderen Atmosphäre. In diesem Artikel nehme ich dich mit zu den schönsten Orten des Festivals und teile wertvolle Tipps für deinen Besuch in Lyon.
Allgemeine Informationen
Lyon ist auch bekannt als die «Stadt des Lichts» und trägt diesen Titel nicht nur aufgrund des Fête des Lumières, sondern auch wegen seiner bedeutenden Rolle in der Entwicklung der Beleuchtungstechnologie.
Die Ursprünge des Fête des Lumières reichen bis ins Jahr 1852 zurück, als die Bewohner Lyons eine religiöse Tradition ins Leben riefen, um der Jungfrau Maria zu danken, die die Stadt vor der Pest bewahrt haben sollte. Damals platzierten die Einwohner erstmals Kerzen in ihren Fenstern, um die Einweihung einer Marienstatue auf der Notre-Dame de Fourvière zu feiern. Auch heute werden am 8. Dezember noch Lichter in die Fenster gestellt. Rund um dieses Datum findet auch das Lichterfestival statt.
Lichtinstallationen
Im Jahr 2025 gab es insgesamt 23 Lichtinstallationen, welche wiederum in der ganzen Stadt verteilt waren. Nachfolgend beschreibe ich diejenige, welche ich besucht habe. In diesem Blogartikel lasse ich primär die Bilder sprechen.
Nouvelle Vague
Am Gare Saint-Paul wurde eine Reise durch die Ukraine in Form einer Lichtshow gezeigt.


Lumnia
Die Lichtshow Lumina, welche auf die Cathédrale Saint-Jean projiziert wurde, war sehr eindrücklich. Man sah unter anderem das Innere der Kirche.

Les Malles Persanes
Am Ufer der Saône wurde eine Lichtshow rund um die Natur gezeigt. Besonders schön fand ich die vielen verschiedenen Fische, die in der Projektion enthalten waren.

BLOBmorphose
Ganz in der Nähe des Place Bellecourt befindet sich die Fondation Bullukian. Dort wurde die Lichtshow BLOBmorphose gezeigt. Es wurden diverse Menschen, deren Gesicht gezeigt. Die Show ist relativ kurz und konnte mich nicht begeistern.

Le jardin de lumière
Am Place Antonin-Poncet standen fünf überdimensionale Blumen. Ein Gebäude wurde angestrahlt und bekannte Hits wurden während der Projektion gespielt. Das Ganze fühlte sich an wie auf der Tanzfläche in einem Open-Air-Club.

Les Lugmignons du Coer -L’île des Jacobins
Am Place de Jacobins werden traditionell die Lugmignos (Lichter) aufgestellt. In diesem Jahr stand wiederum das Thema Schiff/Seefahrt im Mittelpunkt.


Astralys
Der Brunnen auf dem Place de La République wurde in den vergangenen Jahren für eine Installation am Fête des Lumières genutzt. Im Jahr 2025 wurde eine Installation mit Säulen gezeigt.

Héliotrope
Im Quartier Grolée, zwischen den Strassen Rue de Grolée und Rue Thomassin, gab es eine Lichtinstallation «Héliotrope» mit fünf Rondellen. Diese Rondellen zeigten immer wieder andere Muster.


Paseo d’hiver
Über der Rue de la République hing im Gegensatz zu anderen Jahren eine mehr oder weniger klassische Weihnachtsbeleuchtung, «Paseo d’hiver». Besonders gut gefallen, hat mir, dass die Sterne in verschiedenen Farben gestrahlt haben.

Insight
Am Place de la Bourse stand die Installation «Insight». Es handelte sich dabei um einen Würfel, auf welchem abwechselend unterschiedliche farbige Linien leuchteten. Ich fand die Installation nicht besonders speziell.

Onion Skin
Eine Installation, welche mich auch nicht besonders beeindruckt hat, befand sich auf dem Place d’Albon. «Onion Skin» zeigte auf einem grossen Screen verschiedene grafische Muster.
Le lundi c’est raviolis!
Auf dem Place des Terreaux wurde die humoristische Lichtshow «Le lundi c’est raviolis!» gezeigt. Nicht nur der Montag hatte sein eigenes Gericht, sondern auch die anderen Wochentage. Ich fand die Show ausgesprochen gelungen und sehr witzig.



Stranger lights – La dernière aventure à Lyon
Auf dem Place Sathonay fand die eher spezielle Show «Stranger lights» statt. Ich konnte ihr nicht wirklich viel abgewinnen und habe sie nur kurz besucht.
HDV – 40 ans de skate à Lyon
Auf dem Place Louis Pradel wurde der vierzigjährigen Geschichte des Skateboardings gewürdigt. Auf dem Platz waren drei Installationen zu Skateboard-Tricks zu sehen. Besonders toll fand ich diejenige, in welcher ein Gettoblaster aus den 80er Jahren integriert wurde.

Parc de la Tête d’or
Parc de la Tête d’or liegt etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Am einfachsten erreicht man diesen entweder mit der Metro oder zu Fuss. Ich bin am Sonntagabend mit der Metro angereist. Mein Ziel war es, möglichst früh dort zu sein, um nicht lange anstehen zu müssen. Mein Plan ging leider nicht auf. Ich bin um ca. 17.30 Uhr bei der Masséna-Station ausgestiegen und musste rund eine Stunde warten, bis ich in den Park rein konnte. Man wurde durch den Park geführt und die nachfolgenden Installationen waren zu sehen.
Post Idols
Bei den «Post Idols» handelt es sich um zwei Totemfiguren, welche in unterschiedlichen Farben bzw. Farbmustern beleuchtet wurden.

Journey of a Lamp Post
Ging man weiter auf der Strasse, kommt man zu «Journey of a Lamp Post». Es wurden Strassenlaternen in Menschenform gezeigt. Ich fand diese Installation nicht wirklich schön.

L’Éveil des Lumières
Das Highlight im Park de la Tête d’or war die Drohnenshow «L’Éveil des Lumières». Es wurden unter anderem viele typische Lyon-Motive wie die Basilique de Fourvière oder auch das Wappen der Stadt gezeigt. Auch weihnachtliche Motive kamen nicht zu kurz und waren Teil der wunderschönen Show. Nach der Show sind alle Richtung Ausgang geströmt.


Déambulez avec la Chat!
Auf dem Weg nach draussen kommt man an verschiedenen Katzen-Statuen vorbei. Man hatte fast keine Möglichkeit, die Statuen anzuschauen oder zu fotografieren, da ständig Leute daran vorbeiströmten und man teilweise angerempelt wurde: Alle eilten zurück in das Zentrum der Stadt oder zur Metrostation.

Région des Lumières à Fourvière – Basilique de Fourvière
Bereits beim letzten Besuch habe ich die Lichtshow auf der Basilique de Fourvière extrem beeindruckend gefunden. Ich würde wohl alleine für diese nach Lyon reisen.

Auf den Hügel der Basilika kommt man entweder mit dem Funiculaire von der Altstadt oder zu Fuss. Im Jahr 2021 bin ich mit dem Funiculaire zur Basilika gefahren. Da ich über eine Stunde anstehen musste, habe ich mich entschieden, dieses Mal zu Fuss hochzugehen, um nicht lange anstehen zu müssen. Ich hatte mich getäuscht: Auch hier gab es eine lange Schlange und ich musste auch etwa eine Stunde anstehen.

Auch die diesjährige Lichtshow war sehr beeindruckend und schön. Wie auch im Jahr 2021 wird die Lichtshow zum Jahresende gezeigt und dauert rund 10 Minuten länger.

Anreise
Wie im letzten Blogartikel über Fête des Lumières empfohlen, bin ich mit dem TGV nach Lyon und zurückgereist. Bei der Hinreise musste ich in Mulhouse umsteigen und beim Rückweg in Mulhouse und Basel. Mit diesen Verbindungen benötigt man rund 5 Stunden von Zürich nach Lyon.
Übernachtung
Wie im Jahr 2021 habe ich im Aparthotel Citadines Presqu’île Lyon übernachtet. Ich habe das Hotel primär wegen der zentralen Lage und der Möglichkeit, selbst etwas zu kochen, gebucht. In der Nähe des Aparthotels gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten. Das Zimmer wird leider nur einmal pro Woche gereinigt.
Meine Tipps
Meine Tipps für den Besuch des Fête des Lumières in Lyon:
- Plane genügend Zeit für den Besuch des Lichterfestes ein
- Buche ein Hotel in der Nähe des Stadtzentrums
- Besuche die Lichtshow an der Notre-Dame de Fourvière
Ich wünsche dir viel Spass in Lyon und freue mich über einen Kommentar.





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