Alter Obstbaum auf grüner Wiese vor Waldkulisse unter grauem Himmel

Thurgau-Wanderung «Madame Bluescht»

Der Frühling im Thurgau ist die perfekte Zeit für eine abwechslungsreiche Wanderung durch blühende Obstplantagen, idyllische Dörfer und weite Landschaften. Die Thurgau-Wanderung «Madame Bluescht» führt von Sulgen nach Amriswil und zeigt die Region von ihrer besonders farbenfrohen Seite. Während der Bluescht-Saison verwandelt sich die Region in ein wunderschönes Blütenmeer und zählt zu den schönsten Ausflugszielen der Ostschweiz. In diesem Blogartikel findest du alle wichtigen Informationen zur Route, zur An- und Rückreise, zu Verpflegungsmöglichkeiten sowie praktische Tipps für deine Wanderung im Frühlingsparadies Thurgau.

Allgemeine Informationen

Im Frühling steht die Website von Thurgau Bodensee Tourismus ganz im Zeichen der «Bluescht» – der Blütenpracht – in der Region. Auf der Website findet man verschiedene Vorschläge und Informationen zur Bluescht-Saison. Madame Bluescht gibt auch Auskunft über den aktuellen Blütenstand. Die Region ist primär bekannt für den umfangreichen Bestand an Obstbäumen. Sie wird scherzhaft auch als Mostindien bezeichnet.

Vor zwei Jahren habe ich die Wanderung Blüten-Sepp gemacht. Diese hat mir sehr gut gefallen und deshalb habe ich mich für eine weitere Wanderung während der Bluescht in Thurgau entschieden.

An-/Rückreise

Am einfachsten ist die Anreise von Zürich HB mit dem Zug. In rund einer Stunde erreicht man Weinfelden (IR 75). Von dort aus geht es mit einem Regionalzug weiter nach Sulgen, wo die Route startet. Zurück geht es von Amriswil direkt nach Zürich HB. Der Zug benötigt dafür rund 1 Stunde.

Wer mit dem Auto anreist, kann in Sulgen parken. Beim Bahnhof gibt es einige Parkplätze. Am Samstagmorgen hatte es noch viele freie Parkplätze. Zurück geht es von Amriswil nach Sulgen mit der Bahn, welche rund 10 Minuten dafür benötigt. Der Zug fährt jedoch nur stündlich.

Route

Die Wanderung startet am Bahnhof in Sulgen. Sie führt zuerst ins Dorfzentrum, genauer gesagt zur Kirche. Von dort aus geht es über das Areal der Walter AG. Kurz danach gelangt man in den Wald und dann führt der Weg zwischen verschiedenen Feldern nach Leimbach, einem kleinen Weiler von Bürglen. Der letzte Abschnitt Richtung Leimbach ist eine Nebenstrasse. In Leimbach biegt man im Dorf rechts ab und dann geht es meiner Wahrnehmung nach mehr oder weniger nur geradeaus.

Weisse Dorfkirche mit Turm und Uhr vor bewölktem Himmel
Kirche Slugen
Schafe auf grüner Weide mit Unterstand im Hintergrund
Schafweide
Violette Wildblume mit Tautropfen im Gras in Nahaufnahme
Gemütliche Feuerstelle mit Holzbänken im Wald für Rastplatz
Feuerstelle im Wald
Rastplatz mit Holzliegen auf Wiese am Waldrand
Ruheinsel im Wald in der Nähe der Feuerstelle
Plätschernder Bach im grünen Wald mit moosbewachsenen Ufern
Bach im Wald
Gelbe Frühlingsblume im Wald mit grünen Blättern und Wassertropfen

Auch nach Leimbach geht es wieder kurz in den Wald und dann wieder durch die Felder und man sieht schon wieder ganz viele Obstbäume. Diese blühten leider nur teilweise. Auf der gesamten Strecke von Leimbach, über Lenzhaus und Guggenbühl nach Kümmertshausen und später nach Sommeri kommt man an vielen Obstplantagen vorbei. Ich kann mir vorstellen, wie schön die Strecke ist, wenn alle Obstbäume und der Löwenzahn blühen. Schönes Wetter macht die Wanderung durch die vielen Obstplantagen sicherlich perfekt.

Blühender Obstbaum auf grüner Wiese in idyllischer Frühlingslandschaft
Obstplantage
Blühende Obstbäume auf Hügelwiese mit weiter Landschaft im Hintergrund
Obstbäume
Obstplantage mit Netzen entlang Feldweg unter bewölktem Himmel
Obstplantage mit vielen Niederstämmer
Frisch gepflügtes Feld mit parallelen Reihen vor Waldkulisse
Spargelfeld
Gelbe Rapsblüte in Nahaufnahme auf blühendem Feld
Erste Rapsblüten

Nach Sommeri ist die Strecke nicht mehr besonders schön, da es primär auf geteerten Nebenstrassen weiter nach Amriswil geht. Oft sieht man am Wegesrand noch Obstbäume stehen, aber es tauchen vermehrt Häuser von Amriswil auf. Bevor man am Ziel, dem Bahnhof Amriswil, ankommt, führt der Weg vorbei am Ziegelweiher Amriswil. Dieser Weiher entstand durch den Abbau des Lehms für eine Ziegelei. Nun ist neben dem Weiher ein kleiner Park mit viel Grünfläche, einem Kinderspielplatz und zahlreichen Sitzgelegenheiten angelegt.

Landstrasse durch grüne Felder mit Obstbäumen und Dorf im Hintergrund
Weg von Sommeri nach Abtwil
Ruhiger Weiher mit Spiegelung von Bäumen in ländlicher Umgebung
Ziegelweiher Amriswil

Nachfolgend die Eckdaten der Wanderung:

Wanderroute Karte mit 15.1 km Strecke und Zeitangabe

Besonders schön an dieser Wanderung fand ich, dass man immer wieder an vielen Obstplantagen vorbeikommt und ein grosser Teil der Strecke auf Naturstrassen ist. Da es den ganzen Morgen neblig und bewölkt war, kann ich nicht sagen, wie die Aussicht auf der Wanderung grundsätzlich ist.

Reihe alter Obstbäume auf sanfter Wiese mit Frühlingsgrün
Alte Obstbäume
Streuobstwiese mit blühenden Bäumen unter grauem Himmel
Hochstämmer

Verpflegungsmöglichkeiten

Ich habe mich aus dem Rucksack verpflegt. Direkt beim Bahnhof in Sulgen gibt es eine kleine Filiale des regionalen Rösslibecks. Hier kann man Brötli und Gipfeli sowie Sandwichs für unterwegs kaufen. Entlang des Wanderweges gibt es verschiedene Hofläden, in denen man auch das ein oder andere kaufen kann.

Bäckerei Rössli Beck mit Werbeschild in Dorfstrasse

Auch am Bahnhof in Amriswil gibt es diverse Möglichkeiten, sich zu stärken. Es gibt einen Imbiss und einen Avec, in welchem es auch ein paar Tische und Stühle gibt.

Tipps

Meine Tipps für eine gelungene Wanderung:

  • Informiere dich vorgängig über den Blütenstand (Thurgau Tourismus).
  • Denke an den Sonnenschutz, da ein grosser Teil der Strecke der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.
  • Geniesse die schöne Aussicht auf die blühenden Bäume und Wiesen.

Ich wünsche dir viel Spass im Thurgau und freue mich über deinen Kommentar.

1 Kommentar zu «Thurgau-Wanderung «Madame Bluescht»»

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