Bald steht Silvester vor der Tür und deshalb habe ich mich entschieden meinem zweiten Blog-Artikel über die Reise nach New York zum Jahreswechsel 2019 / 2020 zu schreiben.
Für einmal wollte ich Silvester nicht in der Schweiz feiern. Silvester in New York soll was ganz Besonderes sein, vor allem die Feier auf dem Time Square. Also wurden die Flüge sowie das Hotel Mitte Dezember 2019 kurzfristig gebucht.
Silvester am Time Square – oder doch nicht?
Bei der anschliessenden Vorbereitung wurde schnell klar, dass es wohl nicht ganz einfach würde den Übertritt ins neue Jahr am Time Square zu feiern… Es gibt diverse seriöse und weniger seriöse Angebote, um das neue Jahr am Time Square einzuläuten. Aufgrund der Recherchen im Internet haben wir entschieden nicht am Time Square zu feiern. Dies vor allem aus folgenden Gründen:
- Um auf das Gelände zu kommen, muss man bereits um 15.00 Uhr anstehen – und auch dann ist nicht garantiert, dass man wirklich um Mitternacht dort ist.
- Ganz im Gegensatz zu Strassenfesten in der Schweiz soll es keine Verpflegungsstände im Festgelände (Time Square) geben.
- Weiter ist der Konsum von Alkohol auf der Strasse verboten.
Silvester-Abend
So war für uns klar, dass wir nicht am Times Square feiern würden, aber was war eine gute Alternative? Was war so kurzfristig noch verfügbar?
Wir haben uns entschieden, Silvester auf der Brooklyn Heights Promenade zu feiern. Wir haben dann noch kurz bei Grimaldi’s eine Pizza gegessen. Eine Reservierung wäre hier sicherlich von Vorteil gewesen, aber um ca. 22.30 Uhr gings auch ohne, da die meisten schon weitergezogen waren.
Nach der Stärkung gings dann weiter zur Brooklyn Heights Promenade. Von hier aus hat man bei Tag einen schönen Blick auf Manhattan und am Silvester-Abend sieht man das Feuerwerk über der Freiheitsstatue wirklich gut.

Zu unserer Überraschung hatte es verschiedene Einheimische, die dort gefeiert bzw. das Feuerwerk bestaunt haben. Das Feuerwerk war schön und hat rund 30 Minuten gedauert.
Wir sind dann nach dem Feuerwerk zu Fuss zurück in Hotel (Even) gegangen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Taxis waren alle übervoll, so haben wir uns für den Spaziergang entschieden.
Es war ein schöner, wenn auch eher ein gemütlicher Abend, ganz ohne grosse Party. Bei einem nächsten Mal würde ich sicherlich früher buchen, damit ich auch die Möglichkeit hätte, eines der zahlreichen Angebote zu buchen.
Sightseeing New York
Selbstverständlich darf bei einem Besuch in New York das Sightseeing nicht fehlen, auch wenn es zwischen Weihnachten und Neujahr überall ziemlich voll ist.
Top of the Rock
Zu einem New York-Besuch gehört für mich ein Besuch der Plattform auf dem Rockefeller einfach dazu. Die wunderschöne Aussicht auf das Empire State Building und Lower Manhattan sind für mich der Grund, weshalb es mich immer wieder hierhin zieht. Auch die Aussicht auf den Central Park ist auch schön.


Da wir keine Online-Reservation mehr für die Plattform mehr machen konnten, sind am 31.12. gegen Abend im Visitor Center vorbeigegangen. Wir haben dann Tickets für den 1.1. um 13.00 Uhr erhalten. Ein anderer Termin war nicht mehr verfügbar. Wir waren sehr erstaunt, weil wir bisher immer sehr spontan gebucht hatten und das nie ein Problem war.
Wir haben dann die Gelegenheit genutzt und einen kurzen Halt beim weltberühmten Weihnachtsbaum und dem Eisfeld vor dem Rockefeller Center eingelegt. Der Baum ist vor allem von seiner Grösse und der Beleuchtung sehr beeindruckend.

Spaziergang auf der High Line
Auch der Spaziergang auf der High Line gehört für mich zu einem New York-Besuch dazu. Bei der High Line handelt es sich um eine stillgelegte Güterzugstrecke im Westen von Manhattan, welche zu einem Park umfunktioniert wurde. Sie führt durch das Meatpacking District und Chelsea. Im Meatpacking District waren früher rund 250 Schlachtbetriebe ansässig und daher stammt auch die Bezeichnung.
Die Strecke ist rund 2,6 Kilometer lang und liegt auf rund 7,5 Meter über dem Boden. Die High Line führt von Whitney Museum zum Hudson Yard. Dort befindet sich auch «Edge», welcher im Jahr 2020 eröffnet hat. Ich war deshalb noch nie dort, aber das würde ich bei einem nächsten Besuch sicherlich nachholen.

Die High Line ist ein schöner Park mit Blick auf die verschiedenen Quartiere / Strassen und vielen Sitzgelegenheiten und Fotospots.
Chelsea Market – Fat Witch Bakery
Der Chelsea Market ist eine Food-Halle, welche in den 1890er als Produktionsstandort von Biskuits errichtet wurde. In den 1990er wurde er dann renoviert und gegen Ende der 1990er Jahre als Food-Halle eröffnet.
Der Chelsea Market wird von wirklich vielen Menschen besucht. Wir sind dorthin, weil uns die Brownies der Fat Witch Bakery empfohlen wurden. Die Brownies sind sehr lecker und der Weg dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zumal sich die High Line in der unmittelbaren Nähe befindet.
Wer entweder länger in Erinnerung an New York schwelgen oder nicht länger auf die Brownies verzichten möchte, findet das Rezept für «Classic Dark Chocolate Brownie» im Buch Chelsea Market Maker. Im Buch sind natürlich noch ganz viele andere Rezepte enthalten. 🙂 Die Bäckerei hat auch ein eigenes Buch Fat Witch Bake Sale herausgegeben, welches ich jedoch nicht kenne.
National 9/11 Memorial und Museum
Zum zweiten Mal war ich nun am National 9/11 Memorial sowie im dazugehörigen Museum. Mich berühren die Ausstellung und das Memorial jedes Mal wieder und erinnern mich immer wieder daran, wo ich zum Zeitpunkt war, als ich vom Anschlag erfahren habe.
Das Museum zeigt verschiedene Exponate, welche im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Twin Tower stehen. Seien es nun Überreste von Gebäudeteilen und Fahrzeugen oder auch Bilder der beiden Towers. Das Museum befindet sich unterhalb des Memorials, d.h. am Standort der ehemaligen Twin Towers.

One World Trade Center
Der One World Tower wurde nach über 8 Jahren im Jahr 2014 eröffnet. Es ist das aktuell höchste Gebäude in den USA.
Ich war schon im Jahr 2018 einmal auf dem One World Tower. Die Aussicht hier finde ich nicht ganz so beeindruckend wie diejenige vom Rockefeller Center, aber dennoch schön. Man ist gefühlt viel näher bei den umliegenden Gebäuden als bei anderen Aussichtspunkten.

Auch hier waren die Warteschlangen vor dem Ticket-Office auch hier sehr lange, sodass wir uns spontan für eine Online-Reservation entschieden haben. Als ich im Jahr 2018 dort war, war es kein Problem, so kurzfristig vor Ort Tickets zu kaufen.
American Museum of Natural History
Ich war vorher noch nie diesem Museum, welches aus dem Film «Nachts im Museum» bekannt ist. Es ist eines der weltweit grössten Naturkundemuseen und wurde 1859 gegründet. Aufgrund des nasskalten Wetters kam mir der Besuch des Museums gerade gelegen.

Der Besuch ist auf jeden Fall zu empfehlen, auch wenn man nicht allzu stark an Naturkunde interessiert ist. Die Exponate sind mit sehr viel Liebe zum Detail präpariert worden und sind deshalb sehr beeindruckend.
Das Museum ist riesig und die Zeit vergeht beim Besuch wie im Fluge.
Das Museum ist jedem – primär bei kaltem Wetter – wärmstens zu empfehlen.
Shopping Jersey Garden Outlet City Center
Ein Ausflug in ein Outlet darf bei keinem USA-Besuch fehlen. Die Preise sind deutlich tiefer und das Angebot ist deutlich grösser als in Europa bzw. der Schweiz.
Wir sind dieses Mal ins Jersey Garden Outlet gegangen. Dies vor allem, weil das Outlet – im Gegensatz zum Woodburry Outlet – wie ein Einkaufszentrum aufgebaut ist. Das heisst, man kann in der Wärme und im Trockenen shoppen. Wir sind mit einem Uber hin und zurück gefahren, weil wir das sehr bequem fanden. Grundsätzlich wäre es auch möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Das Center ist im Gegensatz zu anderen Outlets sicher etwas kleiner, aber die bekannten Marken sind hier gut vertreten.
Fazit
New York ist zu jeder Zeit eine Reise wert, so auch zu Silvester. Wer damit leben kann, dass New York in dieser Zeit viel mehr Touristen hat als sonst üblich, kann hier einen tollen Jahreswechsel erleben.
Ich würde mich sicherlich im Vorfeld besser informieren und organisieren. D.h. die Reise lange im Voraus planen, sodass ich auch noch die Möglichkeit habe, eine der zahlreichen Partys/ Events zu buchen. Weiter würde ich die Sehenswürdigkeiten im Voraus buchen und nicht ganz so spontan entscheiden.




