Hamburg begeistert mit maritimem Flair, beeindruckender Architektur und einer einzigartigen Mischung aus Geschichte und Moderne. Von der historischen Speicherstadt über die imposante Elbphilharmonie bis hin zum pulsierenden St. Pauli – die Hansestadt bietet unzählige Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse. In diesem Hamburg Guide zeige ich dir die schönsten Highlights, spannende Tipps und Orte, die du bei deiner Städtereise nicht verpassen solltest.
Allgemeine Informationen
Hamburg ist eine der prägendsten Städte Deutschlands und verbindet maritimes Flair mit wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Gelegen an der Elbe, ist die Stadt seit Jahrhunderten eng mit Handel, Schifffahrt und dem Hafen verbunden, der Hamburg bis heute als «Tor zur Welt» bekannt macht. Der Hafen ist der grösste in Deutschland und der drittgrösste in Europa.
Charakteristisch für Hamburg ist vorrangig die Nähe zum Wasser. Elbe, Alster, Kanäle und Fleete verleihen der Stadt eine offene Atmosphäre, die sie von vielen anderen Grossstädten unterscheidet. Hamburg ist aber auch eine sehr grüne Stadt. Es gibt zahlreiche Parks und viele andere Grünflächen.

Auch kulturell und architektonisch hat Hamburg viel zu bieten. Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel erinnern an die hanseatische Vergangenheit, während die HafenCity und die Elbphilharmonie für das moderne Hamburg stehen.
Altstadt
Rathaus und Marktplatz befinden sich in der Altstadt, der Hauptbahnhof ist ebenfalls hier und auch viele Einkaufsstrassen. Die Gegend wurde zuerst durch einen Brand und anschliessend durch den Zweiten Weltkrieg zerstört. Es ist umso eindrücklicher, dass hier viele Gebäude wieder aufgebaut wurden. Die Mönckebergstrasse ist eine der wichtigsten Einkaufsstrassen in Hamburg.
Rathaus/Rathausmarkt
Das Vorbild für den Rathausmarkt soll der Markusplatz in Venedig gewesen sein. Ich finde, dass man die beiden Plätze nicht miteinander vergleichen kann. Das Rathaus sowie die Alsterarkaden gehören jedoch zu den schönsten Gebäuden in der Innenstadt.

Das aktuelle Rathaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Es ist bereits das sechste Rathaus, welches in Hamburg gebaut wurde, und es überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet. Dies primär, weil eine Bombe nicht detonierte. Der Zünder dieser Bombe ist im Rathaus ausgestellt.

Das Rathaus kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Die Führungen finden unregelmässig statt und der Website des Rathauses kann man entnehmen, an welchen Tagen sie angeboten werden. Eine Führung dauert in der Regel 1 1/2 Stunden. Die Tickets dafür können nicht vorgängig online gekauft werden. Man kann am entsprechenden Tag ins Rathaus und dort ein entsprechendes Ticket kaufen. Man besichtigt die verschiedenen Ratssäle und auch einige repräsentative Säle. Während der Führung erhält man allerlei Informationen über die Geschichte, die Politik und bekannte Persönlichkeiten Hamburgs. Unserer Guide hat verschiedene Geschichten mit einem Augenzwinkern erzählt und dies machte es spannend und interessant. Ich würde die Rathausführung sofort wieder machen. Wer keine Zeit hat für eine Führung, kann das Rathaus auch virtuell erkunden.


Deichstrasse und Nikolaifleet
An der Deichstrasse ist 1842 der grosse Brand ausgebrochen. Dieser breitete sich in der Altstadt aus und zerstörte rund ein Viertel dieser. Die Bevölkerung hatte grosse Mühe, den Brand zu bekämpfen, und es dauerte rund vier Tage, bis der Brand gelöscht war.

Heute erinnert hier nichts mehr an den Brand. Die Gebäude wurden wieder aufgebaut und es reihen sich kleine Läden und Restaurants aneinander. Die Strasse ist rund 150 Meter lang und wird oft mit den Grachten in Amsterdam verglichen. Die Häuser an der Deichstrasse sehen tatsächlich ähnlich aus wie diejenigen in Amsterdam. Wenn Ebbe herrscht, ist der Fleet jedoch nur ein kleines Rinnsal und der Ausblick auf die Fleet und die Häuser ist nicht besonders schön.
Jacobikirche
Die Jacobikirche ist eine der fünf Hauptkirchen der Stadt. Der Innenraum ist eher schlicht in Weiss gehalten. Der Altar sowie die Orgel sind jedoch sehr sehenswert. Von aussen fallen primär der, für eine alte Kirche eher ungewöhnliche, Turm auf sowie die aufwendig gestaltete Eingangstür.
St. Petrikirche
Auch die St. Petrikirche, welche sich ebenfalls mitten im Einkaufsviertel befindet, ist eine der fünf Hauptkirchen Hamburgs. Auch dieses Gebäude wurde durch den grossen Brand in Hamburg massiv beschädigt. Die Kirche überstand den Zweiten Weltkrieg verhältnismässig gut. Auch sie ist innen eher schlicht gehalten. Besonders ist bei dieser Kirche der Petriturm mit seinem kleinen Café und der schönen Aussicht auf die Altstadt.

St. Katharinenkirche
Die St. Katharinenkirche ist eine weitere der fünf Hauptkirchen Hamburgs. Sie gilt als Kirche der Seeleute und liegt in unmittelbarer Nähe der Speicherstadt. Die Kirche hat eine bewegte Geschichte und wurde mehrmals zerstört und 1962 sogar überflutet, und die Spuren sind auch heute noch sichtbar.

Mahnmal St. Nikolai
Die St. Nikolai Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und wurde mehr oder weniger im damaligen Zustand belassen. Sie gilt als Mahnmal des Zweiten Weltkrieges und soll an dessen Opfer erinnern. Mit dem Panoramalift gelangt man zur Aussichtsplattform, welche auf 76 Metern liegt. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Altstadt und das Rathaus.


St. Michaelis Kirche
Die St. Michaelis Kirche (von den Hamburgern liebevoll Michel genannt) ist das Wahrzeichen Hamburgs. Sie wurde erstmals im 17. Jahrhundert gebaut. Durch einen Blitzschlag brannte sie nieder. Der Neubau gestaltete sich schwierig, da sich die beiden Baumeister immer wieder in den Haaren lagen. Schliesslich wehrten sie sich gemeinsam gegen die Begehrlichkeiten der Stadt, die Decke auf sechs Säulen abzustützen. Sie setzten sich durch und heute kann man die Decke, welche auf vier Säulen steht, in ihrer vollen Pracht bestaunen. Der Innenraum der Kirche ist wunderschön.


Die Aussicht vom Turm Michel ist eine der schönsten Hamburgs. Man kann die Aussichtsplattform über 452 Treppenstufen erreichen oder den Lift nehmen. Der Eintritt kostet tagsüber 8 EUR. Auch abends kann man die Aussicht vom Michel geniessen. Je nachdem gelten andere Eintrittspreise.



Alster
Das Alstergebiet entstand im 12. Jahrhundert durch die Stauung eines Flüsschens mittels eines Damms. Heute sind die Aussen- und die Binnenalster zwei beliebte Spaziergängerzonen. Die Hamburger nutzen die Parks, um zu spazieren und zum Joggen sowie zum Flanieren.

Die Binnenalster grenzt gerade an die Altstadt und besonders bekannt sind der Alsterpavillon und die Alsterschwäne. Beides konnten wir anfangs Mai noch nicht sehen: Der Alsterpavillon wird gerade zu einer hanseatischen Brasserie umgebaut und die Alsterschwäne befanden sich noch in ihrem Winterquartier. Wir konnten jedoch Ruderer, die trainierten, sowie einige Alsterschiffe sehen. Es tummelten sich Einheimische und Touristen am Ufer und entspannten dort. Es kam ein erstes Gefühl von Sommer auf, obwohl es dafür noch etwas kalt war.


Kontorhausviertel
Vorbild für das Kontorhausviertel (Kontor bedeutet Bürogebäude) waren die amerikanischen Hochhäuser. Bei den Klinkerbauten handelt es sich um das erste Büroviertel Europas/Hamburgs. Dies ist auch der Grund, weshalb dieses Quartier seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Aktuell (Mai 2026) wird an vielen Ecken des Quartiers gebaut und es werden viele Strassen erneuert.

Chilehaus
Das Chilehaus ist eines der berühmtesten Häuser in diesem Viertel und ein sehr beliebtes Fotomotiv ist der Innenhof des Hauses. Wird dieser mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen, so entsteht das nachfolgende Bild (Weitwinkel des iPhone 13). Auch speziell ist die Aussenseite des Gebäudes, welches eine geschwungene Fassade hat.


Aber auch das Innere des Gebäudes ist interessant. Es soll sich um eines der modernsten Bürogebäude Deutschlands handeln, aber es gibt auch noch diverse alte Bauteile. Die Eingangshalle sowie die Treppenhäuser der Längsfronten sollen ebenfalls sehenswert sein. Das Gebäude wurde aus rund 4,8 Millionen Backsteinen erstellt und das Chilehaus hat rund 2‘800 Fenster.

Speicherstadt
Die Speicherstadt wurde während der Hansezeit als Lagerort für die vielen Güter, welche von den Schiffen kamen, genutzt. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts war ein grosser Teil der Speicherstadt ziemlich heruntergekommen. Die Stadt Hamburg startete ein Projekt, welches die Speicherstadt wieder aufbaute, und schliesslich wurde die Speicherstadt 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Besonders charakterisiert sind in der Speicherstadt die rotbraunen Klinkerbauten aus dem 19. Jahrhundert.

In der Speicherstadt wurden früher Kaffee, Rum, Tee, Gewürze und Konserven zwischengelagert. Heute befinden sich in der Speicherstadt verschiedene Museen und Ausstellungen wie das Zollmuseum, das Gewürzmuseum oder das Miniatur Wunderland. Es gibt auch zahlreiche Hotels, Restaurants, Cafés und Bars. Auch verschiedene Geschäfte, welche mit Handel zu tun haben, befinden sich nach wie vor, genauer gesagt wieder, in der Speicherstadt. So unter anderem ein Orientteppichhändler, der einer der besten in der ganzen Stadt sein soll.

Die Speicherstadt ist auch ein sehr bekanntes Fotomotiv. Die vielen roten Klinkerbauten machen die Speicher bei Fotografen, hauptsächlich bei Sonnenuntergang, sehr beliebt. Man kann hier stimmungsvolle Bilder schiessen.

Miniatur Wunderland
Das Miniatur Wunderland haben wir während unserer Städtereise zweimal besucht. Alle Informationen zum Miniatur Wunderland und meinen Erfahrungen dazu findest du im nachfolgenden Blogartikel:
Elbphilharmonie
Das Werk der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron wurde nach langer Bauzeit mit etwa 7 Jahren Verspätung im Jahr 2017 eröffnet. Nun werden in der Elbphilharmonie täglich diverse Konzerte gespielt. Das Angebot reicht von Klassik über Jazz bis zu modernen Singer/Songwriter.
Wir haben die Elbphilharmonie im Rahmen einer Führung besucht. Es werden folgende Führungen angeboten:
- Konzerthausführung
- Konzerthausführung VIP
- Konzerthausführung Fokus Architektur
- Konzerthausführung Fokus Musik
- Konzerthausführung Fokus Orgel
Details zu den einzelnen Führungen findest du auf der Website der Elbphilharmonie. Die Führungen dauern in der Regel 90 Minuten, Ausnahme: Konzerthausführung VIP.

Die Tickets können direkt auf der Website der Elbphilharmonie erworben werden. Es lohnt sich, die Tickets ein paar Wochen vor dem geplanten Besuch zu kaufen, da diese teilweise sehr begehrt sind. Tickets für Führungen sind frühestens 8 Wochen im Voraus buchbar. Wir haben uns für die klassische Konzerthausführung entschieden.
Der Guide konnte alle, teils auch sehr aussergewöhnlichen, Fragen der Teilnehmenden beantworten und hat uns mit hinter die Kulissen der «Elphi» mitgenommen. Mit viel Know-how konnte er uns die vielen spannenden Details wie die Herstellung der speziellen Fensterscheiben oder die aussergewöhnliche Akustik des grossen Saales näherbringen. Ich empfand die Führung als sehr spannend und würde sie sofort wieder machen.
Die Führung durch die Elbphilharmonie endet auf der Plaza. Die Plaza ist die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Um die Aussichtsplattform zu besuchen, muss man entweder an einer Führung teilnehmen oder auch ein Ticket, welches ausschliesslich für die Plaza gültig ist, kaufen. Man kann das Ticket spontan vor Ort oder online kaufen. Die Schlange vor dem Tickethaus war bei unserem Besuch ziemlich lang. Es war zum einen Samstag und zum anderen schönes Wetter. Ich gehe davon aus, dass dies die Gründe waren, weshalb sich viele für einen spontanen Besuch entschieden haben.
Von der Plaza hat man einen wunderschönen Blick auf die gesamte Stadt sowie den Hafen und es lohnt sich auch, hierhin zu gehen, wenn man keine Führung für die Elbphilharmonie gebucht hat.
Hafencity
Die Hafencity ist ein Städteentwicklungsprogramm, welches bis heute noch läuft. Das Quartier wächst und wächst. Das Ziel war es, ähnlich berühmt zu werden wie die Docklands in London. 2003 wurden in der Hafencity die ersten Gebäude gebaut und jetzt arbeiten hier rund 45 000 Menschen und 15 000 Menschen leben hier. Tagsüber ist in der Hafencity einiges los. Am Wochenende, insbesondere am Sonntag, wirkt dieses Quartier etwas ausgestorben. Ähnlich ist es in der nahegelegenen Speicherstadt.
In der Hafencity befinden sich ebenfalls zahlreiche Gastrobetriebe. Hier gibt es neben vielen kleinen Kaffees auch Restaurants grösserer Ketten. Auch Einkaufsmöglichkeiten wie Edeka gibt es hier einige. Das Westfield Center lässt so manches Shopping-Herz höher schlagen. Auch das Maritime Museum hat in der Hafencity seine Ausstellungsräume.

Ebenfalls findet man hier zahlreiche kleine Parks und Begegnungszonen, die dem Quartier einen speziellen Touch verleihen. Der Marco-Polo-Tower, welcher sich bei einem solchen kleinen Park befindet, wird oft als Millionärsturm bezeichnet, da die Wohnungen dort sehr teuer sind. Auch in der Nähe befindet sich ein provisorisches Kreuzfahrtterminal.
St. Pauli
St. Pauli ist primär wegen seines Fussballclubs bekannt. Er ist in den vergangenen Jahren immer wieder auf- und abgestiegen. Auch das Klubzeichen – einen Totenkopf – kennt man weit über die Grenzen des Landes und es ist auch bei Nichtfussballfans bekannt. Es gibt aber auch noch einiges anderes in diesem Quartier zu entdecken.

Bunker St. Pauli
Der Hochbunker St. Pauli befindet sich in unmittelbarer Nähe des Fussballstadions des legendären FC St. Pauli. Er stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und konnte bis zu 25’000 Personen aufnehmen. Danach wurde er als Medienzentrum genutzt. Kürzlich wurde er um fünf Stockwerke aufgestockt. Diese Aufstockung ist nun eine grüne Oase und ist seit 2024 der Öffentlichkeit zugänglich. Vom Dachgarten aus hat man einen wunderschönen Blick auf Hamburg.

Auf dem Dach befinden sich rund 4’700 Bäume, Stauden und Gehölze. Es dürfen maximal 2’000 Personen gleichzeitig auf das Dach. Aus diesem Grund kann es zu Wartezeiten kommen. Wir waren an einem regnerischen Tag dort und mussten deshalb nicht warten. Es gibt zwei Möglichkeiten, bis zur Dachterrasse zu gelangen. Entweder man nimmt den Lift bis zur alten Decke des Bunkers und geht dann den Rest, d. h. fünf Stockwerke, über die Treppen, welche sich im Freien befinden hinauf, oder man entscheidet sich, den gesamten Weg zu Fuss zurückzulegen.




Im Gebäude befinden sich unter anderem das Hotel Reverb by Hard Rock® sowie ein Rock-Shop derselben Marke. Zudem befinden sich zwei Restaurants im Gebäude sowie ein Kaffee.

Der Bunker ist wie folgt für die Öffentlichkeit zugänglich:
- Mai bis September 9 bis 21 Uhr
- Oktober bis April 9 bis 17 Uhr.
Der Bunker kann auch im Rahmen einer Führung (Dauer: 90 Minuten), welche von Hamburg Tourismus angeboten wird, besucht werden. Die Führung startet jeweils um 15 Uhr.
Alter Elbtunnel
Der alte Elbtunnel wurde im Jahr 1911 eröffnet. Ziel war es, die Fähren, welche für die Hafenarbeiter als Transportmittel zur Arbeit dienten, zu ersetzen. Die Fähren hatten am Ende des 19. Jahrhunderts ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Der Alte Elbtunnel verbindet die Landungsbrücken mit Steinwerder. In Steinwerder befindet sich eines der zahlreichen Cruiseterminals.


Heute fahren keine Autos mehr durch den Elbtunnel, aber man kann den alten Elbtunnel zu Fuss und mit dem Fahrrad erkunden. Zum Tunnel kommt man entweder über rund 130 Stufen oder man nutzt einen modernen Personenlift. Fahrräder können den alten Lift, welchen früher die Autos benutzt haben, nutzen. Die Tunnel sind in einen Fussgängertunnel sowie einen Fahrradtunnel aufgeteilt. Die Autos nutzen mittlerweile den ca. 3 Kilometer entfernten Elbtunnel.

Reeperbahn
Die Reeperbahn ist ein legendäres Gebiet in St. Pauli/Hamburg und weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Die Bezeichnung stammt von Reep (norddeutsch für Seil). Früher wurden hier Seile gefertigt.

Als wir am Mittwochabend auf der Reeperbahn unterwegs waren, war absolut nichts los. Lediglich die Bars waren gut besucht, da dort ein Champions-League-Spiel des FC Bayerns lief.
Davidwache
Das Gebäude des Polizeikommissariats 15 ist die berühmteste Polizeistation in Hamburg und wohl auch eine der berühmtesten in Deutschland. Dies liegt primär daran, dass das Gebäude in der Davidstrasse durch Film und Fernsehen bekannt wurde. Es ist beispielsweise in nachfolgenden Filmen/Serien zu sehen:
- Polizeirevier Davidwache
- Grosstadtrevier
- Notruf Hafenkante

Berühmte Strassen
Besonders bekannt sind hier die «Grosse Freiheit» sowie die Herbertstrasse. An der Grossen Freiheit befinden sich zahlreiche Clubs sowie Imbisse, und hier spielten auch viele bekannte Bands wie die Beatles. Wie gesagt, war am Mittwochabend hier nicht viel los, aber am Wochenende steppt hier, gemäss Aussagen der Betreiber eines Lokals, der Bär.

Die zweite berühmt-berüchtigte Strasse ist die Herbertstrasse, in welcher Prostituierte ihre Dienste anbieten. Die Strasse ist an beiden Enden abgesperrt, da hier Frauen und Minderjährige nicht willkommen sind.
Beatles Platz
Auf der Reeperbahn befindet sich auch der Beatles-Platz. Der Platz ist in Form einer Schallplatte gestaltet und ehrt die Beatles, welche in zahlreichen Clubs in Hamburg gespielt haben. Der Platz wurde im Jahr 2008 eröffnet und ist seit diesem Zeitpunkt ein beliebter Photospot. Hier wurden die Beatles (inkl. dem ursprünglichen Schlagzeuger) in lebensgrossen Eisenplastiken verewigt. Weiter sind auf dem Platz auch verschiedene Songtexte verewigt.
Hafen
Der Hamburger Hafen prägt die Entwicklung der Stadt seit Jahrhunderten und gilt bis heute als ihr wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum. Durch seine günstige Lage an der Elbe entwickelte sich Hamburg früh zu einem bedeutenden Handelsplatz und spielte bereits zur Zeit der Hanse eine wichtige Rolle im internationalen Warenverkehr. Mit dem Ausbau moderner Containerterminals und innovativer Logistik zählt der Hafen heute zu den grössten Seehäfen Europas.

Fischmarkt
Der Fischmarkt (Fischauktionshalle) in Altona ist einer der grössten Umschlagplätze für Fisch und Meerestiere. Es wird allerdings nur noch online gehandelt und nicht mehr vor Ort. Wer mit der Erwartung zum Fischmarkt geht, viel oder ausschliesslich Fisch zu sehen, wird enttäuscht werden. Im historischen Gebäude befinden sich heute nur noch einige kleine Marktstände sowie eine kleine Bühne. Am Sonntagmorgen spielte eine Band auf der Bühne und es wurde fleissig Bier ausgeschenkt.


Der eigentliche Markt findet ganz in der Nähe der Auktionshalle statt. Es gibt zahlreiche Marktstände, und als Erstes wurden wir gleich von Jessy in Empfang genommen und erhielten auch gleich den ersten Kaffee. Jessy ist eine Kultfigur, welche auf dem Fischmarkt für Stimmung sorgt – und das bereits um 5 Uhr in der Früh. Auch die übrigen Marktschreier hört man von weitem. Sie bieten allerlei wie Fisch oder Obst und Gemüse sowie ganz viele andere Dinge zum Kaufen an. Und selbstverständlich gibt es hier auch einiges zu essen, wie Franzbrötchen und Fischbrötchen. Wir haben hier das erste Fischbrötchen, bei Eggers, gegessen und es war sehr lecker.

Der Fischmarkt hat am Sonntag jeweils von 05:00 Uhr bis 09:30 Uhr geöffnet. Wir waren mehr oder weniger pünktlich zur Öffnung dort und es waren noch nicht sehr viele Menschen dort. Als wir um ca. 06.30 Uhr den Markt verliessen, waren deutlich mehr Leute auf dem Markt.


Der Fischmarkt wird aus meiner Sicht überbewertet. Es handelt sich um einen relativ einfachen und überschaubaren Markt. Es gibt aber sehr leckere Fischbrötchen und sehr originelle Marktschreier. Bei einem ersten Besuch muss man wohl hingehen, aber bei einem weiteren eher nicht.
St. Pauli Landungsbrücken
Die Landungsbrücken sind, wie der Name bereits sagt, der Ort, an welchem die Schiffe und Fähren anlegen. Aber in St. Pauli ist es aus meiner Sicht deutlich mehr. Es gibt zahlreiche Gastrobetriebe wie Brücke 10 oder Fischbrötchen König, welche hier leckeres Essen servieren. Zudem sind die Landungsbrücken auch ein schöner Aussichtspunkt für den ganzen Hafen und die Region.

Hafenrundfahrt
Es gibt diverse Angebote, um den Hafen und die Region mit dem Schiff zu erkunden.
Elbreederei Abicht
Die klassische Hafenrundfahrt dauert rund eine Stunde. Es gibt auch eine Rundfahrt, welche zwei Stunden dauert, und eine solche, welche durch die Speicherstadt fährt. Je nach Gezeiten ist die Route dieser Rundfahrt anders.


Wir haben uns für die klassische grosse Rundfahrt, welche eine Stunde dauert, entschieden und haben diese mit dem Anbieter Rainer Abicht gemacht. Die stündige Hafenrundfahrt hat 26 EUR gekostet. Es gibt zahlreiche andere Anbieter dieser Rundfahrt. Der Entscheid fiel für Rainer Abicht eher zufällig, da die Abfahrtszeiten gut zu unseren Plänen passten. Treffpunkt für die Rundfahrten ist jeweils eine halbe Stunde vor Abfahrt bei der St. Pauli Landungsbrücke 1. Das Schiff fährt, aber nicht von dort. Dies hat uns ein Mitarbeiter vor Ort in einem Nebensatz mitgeteilt. Die Rundfahrt startet an der Landungsbrücke 3. Auf dem Schiff kann man Getränke kaufen und dort konsumieren. Während der Fahrt erläutert ein Sprecher allerlei Interessantes über den Hafen, Hamburg sowie die Region. Besonders eindrücklich fand ich die Containerschiffe, welche zum Löschen (d.h. Entladen) im Hafen stehen. Vor allem die Grösse der Schiffe war beeindruckend.



Öffentliche Fähren – HVV
Der HVV betreibt die Linie von den Landungsbrücken nach Finkenwerder. Die Fähre hält an verschiedenen Stationen und fährt dann von Finkenwerder wieder zurück zu den Landungsbrücken. Die Strecke ist etwas anders als diejenige der Reedereien und es gibt meines Wissens auch keinen Sprecher, der interessante Details verrät. Die Fahrt hin und zurück dauert rund eine Stunde. Eine Einzelfahrt kostet 4.10 EUR und für die Rückfahrt ist derselbe Betrag nochmals zu entrichten. Hier würde sich ein Tagesticket bereits lohnen. Die Fähre fährt alle 15 Minuten hin und zurück.
Fazit
Auch wenn die Fahrt mit einer Reederei deutlich teurer ist als mit einem Linienschiff, würde ich sofort wieder die Reederei wählen. Die Informationen, welche wir auf dem Schiff erhielten, empfand ich als sehr wertvoll und ich das Gefühl habe, dass man näher an die «Sehenswürdigkeiten» des Hafens herankommt.
Bei einem erneuten Besuch Hamburgs würde ich wohl eine abendliche Lichterfahrt bei Rainer Abicht buchen, um die Stadt sowie deren Hafen in dieser besonderen Stimmung zu erleben.
Öffentlicher Verkehr in Hamburg
Es gibt viele Möglichkeiten, Hamburg mit dem öffentlichen Verkehr zu nutzen. Wir waren meist mit den Bussen des HVV (Hamburger Verkehrsverbund) unterwegs.
Hamburg Card
Die Hamburg Card richtet sich primär an Touristen, welche einige Tage in Hamburg sind und möglichst viele Sehenswürdigkeiten besichtigen möchten. Man erhält für verschiedene Sehenswürdigkeiten einen Rabatt. In der Hamburg Card kann man mit einer Option den Nahverkehr einschliessen und benötigt dann kein Ticket mehr des HVV. Wir haben uns gegen die Hamburg Card entschieden, weil wir nicht von Anfang an wussten, welche klassischen Sehenswürdigkeiten wir besuchen wollen. So waren wir sehr flexibel und eher spontan unterwegs. Im Nachhinein betrachtet hätte sich die Hamburg Card wahrscheinlich gelohnt.
Tageskarte/Wochenkarte des HVV
Mit der App des HVV kann man ganz einfach Tickets kaufen und die aktuellen Fahrpläne abrufen. Da wir rund eine Woche in Hamburg unterwegs waren, die Angebote der Hamburg Card nicht genutzt haben und auch nicht jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs waren, haben wir uns meist für ein Tagesticket des HVV entschieden. Dieses kostet rund 7.50 EUR und kann ganz einfach über die App des HVV gelöst werden (App Store/Google Play). Die Alternative wäre das Wochenticket für 43 EUR. Zu beachten ist, dass es jeweils 90 Sekunden dauert, bis das Ticket gültig ist. Die Tageskarte sowie das Wochenticket sind auch für die Fahrt vom und zum Flughafen Hamburg gültig.
Funfact: Das Tagesticket ist jeweils bis um 6 Uhr des Folgetages gültig. Dies haben wir festgestellt, als wir frühmorgens mit dem Bus zum Fischmarkt gefahren sind und dafür ein Ticket lösen wollten. Die Meldung in der App lautete: Sie haben bereits ein gültiges Ticket. 🙂
Veranstaltungen
Hamburg ist nach New York und London eine der bekanntesten Musicalstädte. Es gibt neun Spielstätten, welche in der Stadt verteilt sind. Täglich werden zahlreiche Musicals und Shows aufgeführt. Auch sonst ist allerlei los in Hamburg.
Musical – Back to the Future
Das Musical spielt im Operettenhaus, welches von 1986 15 Jahre lang ununterbrochen das weltberühmte Musical Cats spielte. Das Operettenhaus befindet sich gerade beim Beginn der Reeperbahn. Wir haben uns für das seit März 2026 in Hamburg laufende Musical «Back to the Future» entschieden. Die Tickets dafür haben wir rund einen Monat vor dem Besuch gekauft und es waren zu diesem Zeitpunkt noch Tickets in allen Preiskategorien verfügbar. Das Publikum am Mittwochabend war meiner Einschätzung nach etwas älter, d. h., die meisten haben wohl den Film noch als Kind (im Kino) geschaut.


Die Räumlichkeiten öffnen eine Stunde vor Spielbeginn und man kann entweder ein Foto mit dem DeLorean DMC-12 (Auto) oder der Uhr, welche auf dem Schulgebäude steht, machen. An den Bars im Erd- und Obergeschoss kann man sich verpflegen. Die Getränke dürfen grundsätzlich nicht mit in den Saal genommen werden. Man hat aber die Möglichkeit, einen Erinnerungsbecher mit Deckel zu kaufen und das Getränk dort hineinzufüllen: Dann darf das Getränk mit in den Saal.

Als wir das Musical besucht haben, waren nur die Garderoben im Erdgeschoss geöffnet, wahrscheinlich, weil die Vorstellung nicht ausverkauft war. Die Herausgabe der abgegebenen Kleider war sehr schlecht organisiert. Es war gerade mal eine Person, die Kleider zurückgab, was dazu führte, dass ich ewig warten musste.
Ich fand das Musical grundsätzlich gut. Mir haben das Bühnenbild sowie auch die gesangliche und tänzerische Leistung der Darsteller gut gefallen. Die Story des Musicals entsprach mehr oder weniger dem Film. Ganz vom Hocker gehauen hat mich dieses Musical nicht. Ich würde es sicherlich besuchen, wenn ich es noch nie gesehen hätte, aber ein zweites Mal würde ich es nicht sehen wollen.
Hafengeburtstag
Der Hafengeburtstag findet jährlich am Wochenende um den 7. Mai statt. Es ist ein grosses Volksfest mit diversen Attraktionen wie einer Schlepperparade, einem Feuerwerk und einer Drohnenshow. Wir waren in der Woche davor in Hamburg und konnten die Aufbauarbeiten beobachten. Bei einem nächsten Besuch anfangs Mai würde ich die Reise sicherlich so legen, dass ich am Hafengeburtstag in der Stadt bin.
Essen
Hamburg ist mehr als Fisch- und Franzbrötchen, und vor allem die vielen Cafés in der Speicherstadt sowie in der Hafencity haben mich sehr überrascht. Zum Essen in Hamburg habe ich nachfolgenden Artikel geschrieben:
Übernachten
Aufgrund der Lage in der Speicherstadt haben wir uns für das Ameron Hotel entschieden. Wir haben uns für ein Premium-Zimmer mit Blick zur Stadt/Strasse entschieden. Damit das Speicherstadt-Feeling so richtig aufkommt, wäre es wohl sinnvoller, ein Zimmer mit Blick auf die Speicherstadt zu buchen.
Das Premium-Zimmer war gross und sauber. Die Aufteilung des Zimmers fand ich nicht ganz optimal, da es einen grossen Bereich gab, welchen man nicht wirklich nutzen konnte. Wir hatten zu Beginn ein Problem mit der Lautstärke der Klimaanlage, welches aber innerhalb von wenigen Stunden behoben wurde. Das Personal des Hotels ist freundlich und zuvorkommend.
Ich würde wieder hier übernachten, da die Lage in der Speicherstadt toll ist und vieles gut zu Fuss erreicht werden kann. Vor allem die Nähe zum Miniatur Wunderland und zur Elbphilharmonie sind sie toll.
Tipps
Meine Tipps für einen Besuch der Hansestadt:
- Plane einen Besuch des Miniatur Wunderlands
- Erkunde den Hafen mit einer geführten Schifffahrt
- Besuche die Elbphilharmonie im Rahmen einer Führung
Ich wünsche dir viel Spass im vielfältigen Hamburg und freue mich über einen Kommentar.




