Wanderweg entlang bizarrer Granitfelsen im Seoraksan-Nationalpark mit Blick auf herbstlich gefärbte Berge.

Wandern in Südkorea: Ulsanbawi im Seoraksan entdecken 🥾

Natur pur, steile Felsen und atemberaubende Ausblicke – der Seoraksan Nationalpark gehört zu den schönsten Wanderregionen Südkoreas. Besonders beeindruckend: die Tour auf den Ulsanbawi-Felsen. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Route, praktische Tipps zur Anreise und zur Übernachtung im Park.

Allgemeine Informationen

Südkorea ist hügelig, hat viele Berge und zahlreiche Nationalparks. Der Seoraksan Nationalpark liegt im Nordosten Südkoreas, in der Nähe von Sokcho, und ist bei Touristen besonders beliebt. In diesem Nationalpark gibt es für jeden etwas: Es gibt zahlreiche Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Sei es ein kurzer Spaziergang zum Wasserfall oder eine längere Wanderung auf den höchsten Berg des Nationalparks. Weiter kann man ganz einfach mit der Seilbahn auf einen Berg hochfahren.

Wanderung auf den Ulsanbawi

Wir sind direkt von unserem Hotel los gewandert, da es, um ca. 08.30 Uhr bereits sehr viel Verkehr hatte und wir unser Auto auf dem Parkplatz des Hotels stehen liessen. Es gibt zwei Parkplätze, einen direkt bei der Seilbahn und einen weiteren ganz in der Nähe des Einganges. Die Parkplätze beim Kensington Hotel werden ebenfalls Tagestouristen zur Verfügung gestellt.

Majestätische Granitfelsen im Seoraksan-Nationalpark mit leuchtendem Herbstlaub im Vordergrund und klarem Himmel.
Aussicht auf die Bergkette

Vor dem Eingang zum eigentlichen Nationalpark gibt es verschiedene Restaurants und Cafés. Natürlich kann man hier auch allerlei Souvenirs und dergleichen kaufen. Was besonders auffällig war, waren die vielen «Gartenhandschuhe» im Angebot. Viele Asiaten nutzen diese zum Wandern. Ich habe nicht herausgefunden, weshalb, aber ich fand es lustig.

Der Ulsanbawi ist das Ziel vieler Touristen. Als wir am Samstag die Wanderung auf den Felsen gemacht haben, waren wir nie alleine. Ob es daran lag, dass wir die Wanderung am Wochenende gemacht haben, oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

Grosser bronzener Buddha im Sinheungsa-Tempel vor herbstlichem Wald im Seoraksan.
Buddha Sinheungsa-Tempel

Der Beginn des Wanderweges ist sehr angenehm. Zuerst geht es vorbei an einem grossen Buddha und verschiedenen Tempeln. In einem dieser Tempel gibt es auch die Möglichkeit, zu übernachten. Der Wanderweg ist breit und er steigt leicht an. Je länger die Wanderung dauert, desto schmaler wird der Weg. Es gibt immer wieder Aussichtspunkte, von welchen man tolle Fotos machen kann. Nach circa drei Kilometern wird es sehr steil. Entweder ist der Weg mit Steinen und Holz gestaltet oder es handelt sich um in den Fels gebaute Treppen. Insbesondere zum Schluss sind es nur noch Treppen, die in den Fels gebaut wurden. Oben angekommen gibt es drei Aussichtspunkte. Aus meiner Sicht lohnt es sich, alle zu besuchen. Die Aussicht über den Nationalpark ist wunderschön und man sieht bis nach Sokcho. Derselbe Weg führt zurück, d. h., der Beginn des Abstieges ist wiederum ziemlich anspruchsvoll.

Steile Granitfelsen im Seoraksan-Nationalpark, umgeben von herbstlichem Nadel- und Laubwald.
Aufstieg zum Ulsanbawi
Zackige Bergspitzen des Ulsanbawi-Felsens vor herbstlicher Berglandschaft im Seoraksan.
Aussicht vom ersten Aussichtspunkt

Viele der Wanderer waren lediglich mit Turnschuhen ausgestattet. Ich bin überzeugt, dass es sinnvoll ist, mindestens Trekkingschuhe oder sogar Wanderschuhe anzuziehen, da der Untergrund manchmal sehr uneben ist. Ebenfalls kann es sinnvoll sein, Wanderstöcke mitzunehmen, da, wie bereits beschrieben, ein Teil der Strecke sehr steil ist. Weiter sollte man auch bei schönem Wetter eine Jacke mitnehmen, da es auf dem Gipfel meist sehr windig ist.

Schmale Felsformationen im Seoraksan-Gebirge mit Wanderern und weitem Talblick.
Aussicht vom Gipfel
Aussicht vom Seoraksan-Gebirge auf Sokcho und die Ostküste Südkoreas bei klarem Wetter.
Aussicht vom Gipfel auf Sokcho

Der Berg hat seinen Namen von den Walen. Dies, weil man, wenn der Wind weht und man gut hinhört, Geräusche hört, die denjenigen eines Wals gleichen. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Geschichten, woher der Berg seinen Namen hat …

Nachfolgend die Details zur Wanderung auf den Ulsanbawi.

Details zur Route auf den Ulsanbawi

Wir waren sicherlich eher gemütlich unterwegs und haben uns hauptsächlich für den Aufstieg viel Zeit gelassen.

Fahrt mit der Seilbahn

Wir sind am selben Tag noch mit der Seilbahn auf einen weiteren Berg gefahren. Die Aussicht auf das Tal ist schön. Den Ulsanbawi sieht man jedoch nur während der Fahrt auf den Berg gut. Von der Bergstation aus gibt es die Möglichkeit, noch verschiedene Wanderungen zu machen und auch einen Tempel zu besuchen. Aufgrund unserer Wanderung auf den Ulsanbawi und der fortgeschrittenen Zeit, haben wir uns gegen eine weitere Wanderung entschieden. Wären wir mehrere Tage im Nationalpark geblieben, so hätten wir sicherlich noch eine Wanderung von hier ausgemacht.

Aussicht vom Seoraksan-Gebirge auf Sokcho und die Ostküste Südkoreas bei klarem Wetter.
Aussicht vom Seoraksan-Gebirge

Mit dem Erwerb des Tickets erhält man eine Boardingzeit, welche man einzuhalten hat. Die Fahrt dauert knapp vier Minuten und man hat eine gute Aussicht über das ganze Tal.

Weitläufige Aussicht über das Seoraksan-Gebirge bis zur Ostküste.
Aussicht von der Bergstation der Seilbahn

Die Wartezeit kann man in einem Café oder Restaurant in der näheren Umgebung überbrücken. Grundsätzlich darf man keine Tiere, Kinderwagen oder Rucksäcke mit in die Seilbahn nehmen. Als wir dort waren, waren sie sehr kulant: Wir mussten die Rucksäcke einfach vorn tragen.

Übernachtung

Wir haben direkt im Nationalpark im Kensington Hotel übernachtet. Es ist sehr praktisch, da das Hotel nicht weit vom Eingang des Nationalparks entfernt ist.

Das Hotel ist im englischen Stil gehalten und es hat einen Doppeldeckerbus davor. Es wurde 1977 gebaut und seither wurde nicht viel gemacht. Es gibt einen Shop mit Self-Checkout-Kasse. Während unseres Aufenthaltes hatte nur das westliche Restaurant geöffnet und es gab Menüs, welche man bestellen konnte (ca. 10 zur Auswahl). Die Vorspeisen, Suppe und Salat, waren bei allen Menüs dieselben.

Im Hotel wird ein Frühstück angeboten, welches vorwiegend asiatisch ist. Es gibt eine kleine Auswahl an westlichem Frühstück. Sehr lecker waren die frisch zubereiteten Eierspeisen.

Wir haben zahlreiche asiatische Touristen gesehen, die ausserhalb etwas eingekauft und dann im Hotelzimmer gegessen haben. Während unseres Aufenthaltes gab es auch ein Menü, welches man sich auf das Zimmer bestellen konnte: Trüffel-Fries und Chicken-Nuggets mit Bier.

Tipps

Für einen Ausflug in den Seoraksan Nationalpark habe ich nachfolgende Tipps:

  • Mache die Wanderung auf den Ulsanbawi
  • Starte frühzeitig und übernachte, wenn möglich, im Nationalpark
  • Plane mehrere Tage in diesem Nationalpark ein, damit du verschiedene Wanderungen machen kannst.

Viel Spass in diesem wirklich tollen Nationalpark.

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