Berühmtes «Welcome to Fabulous Las Vegas»-Schild am Las Vegas Strip in Nevada unter strahlend blauem Himmel.

Las Vegas: Anders als erwartet

Ich liebe es, auf Reisen Neues und Unbekanntes zu entdecken. Besonders mag ich Orte, welche viele Touristen nicht auf dem Radar haben oder einfach links liegen lassen. Auch eine unbekannte Seite einer Stadt oder Region kann mich begeistern. Deshalb habe ich am 22. Juni 2026 zur Blogparade mit dem Thema «Welches Reiseziel hat dich positiv überrascht?». Dies ist einer meiner Beiträge zu meiner eigenen Blogparade.

Mit tiefen Erwartungen angereist

Ich bin mit ziemlich tiefen Erwartungen nach Las Vegas gereist. Während unseres Roadtrips durch den Südwesten der USA stand Las Vegas natürlich auf dem Reiseprogramm. Ich hatte wie so viele Vorurteile:

  • Las Vegas ist eine Spielerstadt.
  • Hier wird nur gespielt.
  • Die Stadt hat nichts zu bieten ausser Casinos.
  • Die Amerikaner reisen nach Las Vegas, um zu feiern.
  • Die Leute gehen allenfalls noch nach Las Vegas, um zu heiraten.

Ich freute mich primär auf die Übernachtung im Bellagio, welches ich aus dem Film Ocean’s Eleven kannte.

Las Vegas ist ganz anders als gedacht

Zugegebenermassen ist Las Vegas eine Spielerstadt und es gibt viele Casinos. ABER es gibt ganz viel anderes. Nachfolgend einige Dinge, die ich nicht erwartet habe/hätte:

  • In fast jedem Hotel am Strip gibt es etwas Spezielles, z. B. eine Ausstellung, eine Show, einen Club, ein Aquarium und vieles mehr
  • Im Circus Circus gibt es sogar einen kleinen Freizeitpark mit zwei Achterbahnen. Das finde ich als Achterbahnfan toll.
Achterbahn im Indoor-Freizeitpark Adventuredome in Las Vegas mit spektakulärer Streckenführung zwischen Felsen und Palmen.
Achterbahnen – Circus Circus
Neon Museum Stardust
Neon Museum
  • Auch die Natur rund um Las Vegas ist wunderschön und es gibt viele imposante National- und State-Parks wie Red Rock Canyon, Valley of Fire oder den weltberühmten Grand Canyon.
Wie ein gemaltes Fenster öffnet sich das rot glühende Gestein und gibt den Blick frei auf die staubige Weite Nevadas. Durch die natürliche Öffnung im Felsen scheint die Landschaft fast surreal – zerklüftete Hügel, flirrende Hitze, Berge in der Ferne. Es ist, als hätte die Natur selbst beschlossen, einen Rahmen zu schaffen für diesen stillen, kraftvollen Moment. Kein Glas, kein Rahmen, keine Tür – nur Wind, Zeit und Sandstein. Wer hindurchblickt, sieht nicht nur die Wüste, sondern auch ein Stück Ewigkeit.
Valley of FIre
  • Es gibt auch die Möglichkeit, der Hitze Las Vegas’ zu entfliehen: Innerhalb von rund 45 Minuten erreicht man den Mount Charleston. Dieser ist rund 3’300 Meter hoch und es ist dort deutlich kühler als anderswo.
  • Auch die Geisterstadt Nelson Ghost Town sind nicht weit entfernt.
Das Bild zeigt einen stark verwitterten Tankwagen aus den 1930er- oder 1940er-Jahren, ausgestellt in der Nelson Ghost Town im Eldorado Canyon. Der Lkw ist stark vom Rost gezeichnet, mit abgeblätterter Lackierung und sichtbaren Gebrauchsspuren. Er steht auf einem Schotterplatz neben einem alten Holzgebäude, teilweise im Schatten eines Baumes. Das Fahrzeug ist Teil der authentischen Sammlung historischer Objekte vor Ort, die die Vergangenheit der ehemaligen Bergbausiedlung dokumentieren. Nelson gilt heute als beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv für Geschichtsinteressierte und Besucher der Region
Alter Lastwagen – Nelson Ghost Town
  • Die zahlreichen Shows, unter anderem vom Cirque du Soleil, sind sehr beeindruckend.
  • Auch kulinarisch hat Las Vegas einiges zu bieten. Es gibt viele gute Restaurants, welche teilweise auch von international bekannten Köchen betrieben werden.

Würde ich wieder hinfahren?

Ziemlich genau ein Jahr nach meinem ersten Besuch war ich wieder in Las Vegas und dieses Mal für zehn Tage. Vor meiner ersten Reise nach Las Vegas konnte ich mir nicht vorstellen, dass man mehrfach in diese Stadt reisen kann. Aber genau das habe ich getan, weil es mir sehr gut gefallen hat.

Wer soll unbedingt nach Las Vegas reisen?

Ich kann dieses Reiseziel fast jedem Erwachsenen empfehlen. Es gibt so vieles zu sehen und zu entdecken. Nicht empfehlen würde ich es wohl Familien mit kleineren Kindern, da es für diese nicht so viel zu sehen gibt. Selbstverständlich kann man auch mit Kindern nach Las Vegas reisen. Man muss sich einfach bewusst sein, dass es gewisse Einschränkungen gibt, und aus meiner Sicht gibt es vieles, was schöner ist, als mit den Kindern an einem Hotelpool in der Wüste von Nevada zu liegen.

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